Die Jugendfarm ist ein idyllischer Ort – meistens. Foto: Archiv Judith A. Sägesser

Mit Vandalismus musste die Jugendfarm in Stuttgart-Riedenberg schon einige Erfahrung sammeln. Nun hat es die Einrichtung erneut getroffen.

Riedenberg - Wieder einmal ist die Jugendfarm in Stuttgart-Riedenberg von Leuten heimgesucht worden, die nichts Gutes im Schilde führten. Am Montag, 19.40 Uhr, sind zwei Jugendliche auf die Farm eingedrungen und haben zunächst Tischkicker gespielt. Anschließend ist die Stimmung umgeschlagen und die beiden haben zerstört, was ihnen zwischen die Finger kam. Getrollt haben sie sich um 21.21 Uhr.

Dass das Team der Jugendfarm so präzise über den Hergang Bescheid weiß, liegt an der Kamera, die sich abends um 18 Uhr einschaltet. Das geht auf schlechte Erfahrungen zurück, die viele seinerzeit bewegt haben. Im Herbst 2016 waren Unbekannte auf das Gelände an den Furtäckern eingedrungen und haben Schafe getötet. Die Überreste der beliebten Farmtiere fand man damals in Tüten am nahe gelegenen Bach. „Das Wichtigste für uns ist, dass unseren Tieren diesmal nichts passiert ist“, sagt Nabila Schapals, eine hauptamtliche Farm-Mitarbeiterin. Auf dem Video sei zu sehen, dass die beiden Eindringlinge die Katze gestreichelt haben.

Das Wasser lief die ganze Nacht

Mit den Gegenständen, die sich vor dem Farmgebäude befunden haben, sind sie indessen weniger pfleglich umgegangen. Auf dem Boden verstreut lagen kaputte Tontöpfe und Bastelarbeiten der Kinder. Auch ein paar Reithelme haben die Unbekannten demoliert. Zudem haben sie den Wasserschlauch aufgedreht, sagt Nabila Schapals. Der sei gelaufen bis morgens um 7.30 Uhr, als die Nachbarn vom Waldorfkindergarten eingetroffen seien. Der Bereich, an dem sich die Kleintiere befinden, sei überschwemmt.

Am Dienstag sei die Polizei dagewesen, sie habe auch das Video, sagt die Mitarbeiterin. Die Jugendlichen seien auf den Aufnahmen gut zu erkennen, sagt sie. Doch die Gesichter seien ihnen nicht bekannt. Man wolle sich nun mit der Mobilen Jugendarbeit im Stadtbezirk kurzschließen, um die Zerstörungswütigen zur Rechenschaft zu ziehen.

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