Der 162 Kilometer lange Jubiläumsradweg führt ganz nah an der Kreisgrenze von Ludwigsburg entlang. Die Radrunde bietet malerische Landschaften, historische Orte sowie kulturelle Sehenswürdigkeiten.
Als Dieter Krause am Samstagnachmittag im Atrium des Erweiterungsbaus des Landratsamts in Ludwigsburg ankommt, schaut der 70-jährige Biker sehr zufrieden aus. Mit einer Gruppe hat der rüstige Ruheständler aus Ingersheim soeben die Eröffnungstour des neuen Jubiläumsradwegs bestritten. Die Frauen und Männer sind indes „nur“ eine etwa 50 Kilometer lange Teilstrecke der insgesamt 162 Kilometer langen Route gefahren, die einmal um den Landkreis Ludwigsburg herum führt, immer ganz nah an der Kreisgrenze entlang. Und wie war’s? „Super!“, sagt Dieter Krause und erzählt von idyllischen Wegen und tollen Ausblicken. Er werde ganz bald zusammen mit einem Kumpel auch die anderen Abschnitte der Tour in Angriff nehmen.
Der Landrat Dietmar Allgaier sagt im Atrium des Landratsamts, dass die kleine Eröffnungsfeier für die Radrunde, die über weite Strecken auf Feld- und Waldwegen verläuft, „der Schlusspunkt unserer Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Landkreises Ludwigsburg“ sei. Das Landkreisjubiläum im Jahr 2023 sei zwar eigentlich längst vorüber, schon klar – aber: „Kommt Zeit, kommt Radweg“, so der Kreischef mit einem Augenzwinkern. Wer sich auf diesen Weg mache, könne „die wunderschönen Seiten unseres Landkreises erleben“. Allgaier schwärmt von malerischen Landschaften, historischen Orten, idyllischen Dörfern, ökologisch intakten Wiesen und Wäldern sowie kulturellen Sehenswürdigkeiten in den 21 Kommunen, durch die der Weg führt.
Wer die Runde abfahren will, sollte sich im Kreishaus in Ludwigsburg die Jubiläumsradweg-Karte holen. Auf dieser Karte ist ein QR-Code abgedruckt, und wer diesen mit dem Smartphone scannt, landet auf einer Internetseite, auf der sich der Track herunterladen lässt. Bei der Planung des Radwegs wurden bereits bestehende Radwege eingebunden, etwa der Neckartalradweg. Beschildert werden solle der Radweg voraussichtlich erst im kommenden Jahr, so der Landrat am Rande der Veranstaltung.
Die Idee stammt von Andreas Sieber
Die Idee zu einem Radweg entlang der Landkreisgrenze stammt übrigens von Andreas Sieber aus Marbach, einem Freund des Kreisarchivars Wolfram Berner. Dieser hatte den Vorschlag dann in die Projektgruppe mitgenommen, in der das Landkreisjubiläum geplant worden war. Klaus Mertel, ein weiterer Mitarbeiter des Landratsamts, hat die genaue Runde dann erkundet. Und, was sagt dieser Mann der Erstroute, der den Landkreis auf dem Jubiläumsweg bereits mehrmals umradelt hat: Welcher ist sein ganz persönlicher Lieblingsabschnitt? Die Antwort kommt schnell: Vaihingen-Besigheim-Oberstenfeld, jedenfalls für alle, „die es ruhig mögen“ und die Natur pur lieben.
Der Landrat und viele Besucher der Eröffnungsveranstaltung wollen den Jubiläumsweg in den nächsten Monaten fahren, die meisten vermutlich abschnittsweise. Für ambitionierte, ordentlich trainierte Sportler sollte es aber kein größeres Problem sein, die komplette Tour an einem Tag zu bewältigen – und das machen bestimmt einige ganz bald.