Die Müllberge sind nicht der einzige Grund, weshalb Sperrzeitverkürzungen nicht genehmigt werden. Foto: Steinert

Der Bezirksbeirat lehnte zwein Anträge eines Gastronomen ab. Der Josef-Hirn-Platz ist ein heikles Thema.

Rathaus
Den Bezirksbeiräten der Stadtmitte ist jedes Wohlwollen gegenüber den Wirten rund um den Josef-Hirn-Platz abhanden gekommen. Jedenfalls lehnten die Lokalpolitiker in ihrer jüngsten Sitzung zwei Anträge desselben Gastronomen ab, der am Rand des Platzes zwei Gaststätten betreibt. Eine davon, das Café Rumors, soll nach dem Willen seines Betreibers künftig in der Wintersaison bis 1 Uhr in der Nacht geöffnet haben statt wie bisher bis 23 Uhr. Seine zweite Gaststätte wollte der Wirt gemäß den Unterlagen schon um 1 Uhr statt wie bisher um 2 Uhr schließen.

„Ich schlage vor, dass wir keine weitere Sperrzeitverkürzung genehmigen, so lange die Anwohner sich beschweren“, sagte die Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle. Gegen diesen Vorschlag gab es im Bezirksbeirat keinen Widerspruch. Wie berichtet, haben sich Anwohner des Josef-Hirn-Platzes massiv über nächtliche Ruhestörung und andere Belästigungen in den Nächten an den Wochenenden beklagt.

Abgesehen vom Lärm und von den Abfallbergen, die sich nach Partynächten überall in der Stadtmitte türmen, ist der Platz auch aus Sicht der städtischen Ordnungshüter auffällig, nicht zuletzt wegen spätnächtlicher Schlägereien. Er gehört „zu den kleinen Schwerpunkten“, sagte Hermann Karpf, der persönliche Mitarbeiter des Ordnungsbürgermeisters Martin Schairer.

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