Präsidentschaftskandidat Joe Biden. Foto: dpa/Charlie Riedel

Im Wahlkampf um das US-amerikanische Präsidentschaftsamt lautet Joe Bidens modische Devise offensichtlich: Lässig bleiben – und bloß kein Trumpel sein.

Washington - Wer oder was ist das Gegenteil von Donald Trump? Praktisch jede und jeder, könnte eine Antwort lauten. Der US-Präsident kommt einem so unfassbar einzigartig vor, auch und gerade hinsichtlich seines äußeren Auftretens. Die überlangen Krawatten, die sackartigen Anzüge, die mit viel Frisierlack kunstvoll arrangierte Goldhaarskulptur – Donald Trump wirkt oft wie die Parodie seiner selbst.

Stilvoller Gentleman

So betrachtet bleibt Joe Biden, seinem Herausforderer im Kampf um das Präsidentenamt, kaum etwas anderes übrig, als das Gegenteil zu verkörpern: den stilvollen Gentleman. Der 77-jährige Demokrat bevorzugt Anzüge, die seine schlanke Körpersilhouette betonen, er trägt gern himmelblaue Hemden, die farblich so gut zu seinem silbergrauen Haar passen und ihn nicht älter erscheinen lassen als er ist.

Bloß kein Trumpel

Anders als der schwerfällig umherschreitende Donald Trump macht Joe Biden kleinere Schritte, wenn er zum Rednerpult geht. Wenn es mal warm wird bei einem Termin, zieht er vorsorglich sein Sakko aus und wirft es elegant und möglichst knitterfrei an zwei Finger hängend über die Schulter, um nicht etwa ins Schwitzen zu kommen.

Wenn die Temperaturen steigen und die Kameraobjektive auf einen gerichtet sind, lautet Joe Bidens modische Devise offensichtlich: Lässig bleiben – und bloß kein Trumpel sein.

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