Bei einem Bombardement in Sanaa im Jemen werden neun Zivilisten getötet. Foto: AP (Symbolbild)

Augenzeugen zufolge sind neun Menschen durch einen Luftangriff der saudisch geführten Militärkoalition auf eine Trauerfeier im Jemen getötet worden.

Sanaa - Bei einem Luftangriff der saudisch geführten Militärkoalition auf eine Trauerfeier im Jemen sind Augenzeugen zufolge neun Menschen getötet worden. Bei dem Bombardement nördlich der von den Huthi-Rebellen kontrollierten Hauptstadt Sanaa seien demnach ausschließlich Kinder und Frauen getötet worden.

Anwohner berichteten, bei dem am Mittwoch attackierten Ziel habe es sich um eine Halle für Trauerfeiern gehandelt, zu der nur Frauen Zutritt gehabt hätten. Das saudische Militärbündnis äußerte sich zu dem Vorfall zunächst nicht.

Human Rights Watch berichtet von Luftangriff nahe einer Schule

Bereits im Oktober waren bei einem Angriff der Militärkoalition auf eine Trauerfeier mehr als 100 Menschen umgekommen; mehr als 600 wurden zudem verletzt. Die USA forderten ihren Verbündeten Saudi-Arabien daraufhin auf, seine Luftschläge im Jemen, die immer wieder viele Zivilisten treffen, einzustellen.

Zudem berichtete die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) am Donnerstag von einem Luftangriff nahe einer Schule im Norden des Jemens Mitte Januar. Bei dem Bombardement seien zwei Schüler und ein Angestellter der Verwaltung getötet worden. HRW forderte eine internationale Untersuchung unrechtmäßiger Angriffe in dem Bürgerkriegsland.

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