Im Jemen herrscht zurzeit Chaos. Huthi-Rebellen kämpfen gegen den Präsidenten, nun hat sich auch Saudi-Arabien in den Konflikt eingeschaltet. Foto: EPA

Nachdem Einheiten, die mit den Huthi-Rebellen verbündet sind, den Flughafen Aden eingenommen hatten, kam es zu Luftschlägen aus Saudi-Arabien auf Stellungen der Huthis. Mittlerweile haben Einheiten des jemenitischen Präsidenten den Flughafen zurückerobert.

Aden - Kurz nach dem Beginn von saudischen Luftangriffen im Jemen melden die Einheiten von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi erste Erfolge. Hadi-treue Kräfte hätten am Donnerstag die Kontrolle über den Flughafen Aden im Süden des Landes zurückgewonnen, meldeten der arabische Nachrichtenkanal Al-Arabija und jemenitische Medien. Einheiten, die mit den schiitischen Huthi-Rebellen verbündet sind, hatten den Flughafen zuvor nach Kämpfen eingenommen.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten hatten in der Nacht zum Donnerstag mit Luftangriffen auf Stellungen der Huthis im Jemen begonnen. Nach einer Reihe von Luftschlägen habe die saudi-arabische Luftwaffe die Lufthoheit über den Jemen, berichtete Al-Arabija. Nach unbestätigten Berichten sollen bei Luftschlägen auch ein Stützpunkt nördlich der Hauptstadt Sanaa sowie die politische Zentrale der Rebellen in der Hauptstadt getroffen worden sein.

Mit dem Militäreinsatz unterstützen Saudi-Arabien und seine Verbündeten Präsident Hadi, der vor den Rebellen nach Aden geflohen war. Die Huthis hatten in den vergangenen Monaten große Teile des Landes eingenommen, darunter die Hauptstadt. Sie gelten als Verbündete des ebenfalls schiitischen Irans, der ein angespanntes Verhältnis zu Saudi-Arabien hat. Das saudische Königreich will einen größeren Einfluss Teherans auf die Region verhindern. Die Huthis sind zudem mit dem früheren jemenitischen Präsident Ali Abdullah Salih verbündet, der Anfang 2012 nach Protesten gegen ihn zurücktreten musste.

Laut Al-Arabija beteiligen sich die Vereinigten Arabischen Emirate mit 30 Flugzeugen, Kuwait und Bahrain mit jeweils 15 und Katar mit zehn Maschinen. Jordanien, Marokko und der Sudan hätten jeweils sechs Kampfjets entsandt, hieß es weiter. Die ägyptische Nachrichtenseite Al-Ahram meldete, auch Kairo stelle militärische Hilfe zur Verfügung. Die USA gewähren logistische und geheimdienstliche Unterstützung.

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