Nur ein Pünktchen fehlte zum Titel: Dennoch konnte die Formation „Explosion“ vom VfL Herrenberg stolz auf sich sein. Foto: VfL

Es ist bitter, den Titel haarscharf zu verpassen, aber deutscher Vizemeister wird man nicht alle Tage. So erging es der Jazz- und Modern-Dance-Formation „Explosion“ vom VfL Herrenberg.

Erst kurz vor der deutschen Meisterschaft im Jazz- und Modern-Dance hatten sich die letzten Starterinnen des VfL Herrenberg einen Startplatz sichern können. Insgesamt waren es ziemlich erfolgreiche Titelkämpfe für den Verein.

 

Während sich Lina Roth und Elisa Wellmann in die Zwischenrunde bei der Jugend tanzten und dann letztlich Neunte wurden, verabschiedeten sich Jalia Jansen und Sofia Stotz nach der Vorrunde und belegten Platz 13. Bei den Erwachsenen ließen Emma Nissen/Nicoletta Kontos und Gina Maria Schmollinger/Alesia Bullach, die allesamt der Bundesliga-Formation „Young Explosion“ entspringen, auf Rang 14 und 16 ein paar Duos hinter sich.

Die Small-Group „Explosion“ startete in der Hauptgruppe II, in der alle Startenden über 31 Jahre alt sind. „Ziel ist es schon, die Qualifikation zur Weltmeisterschaft zu schaffen“, erklärte Tänzerin Anna Berbalk, gleichzeitig Trainerin der Regionalliga-Formation. Neben ihr mischten auch Eva Heller, Übungsleiterin bei „Young Explosion“ und Gründerin der neuen Gruppe, sowie Julia Flack, Lisa Hübsch, Ludmilla Kies und Lena Rank mit, die bereits Erfahrungen im nationalen Oberhaus gesammelt haben.

Ausdrucksstark und mit viel Energie: Tolle Finalrunde von „Explosion“. Foto: VfL

Bereits in der Vorrunde machten die sechs Frauen klar, wohin sie wollten: ganz nach vorne. Und auch die Finalrunde bestritten sie mit Bravour. Ausdrucksstark und mit viel Energie zeigten sie die Choreografie „0711“, eine Hommage an die Landeshauptstadt Stuttgart. Weil es nicht wie sonst eine offene Wertung gab, erfuhren sie erst bei der Siegerehrung, wo sie gelandet waren.

Letztlich verpassten sie um ein Pünktchen den Titel, jubelten aber dennoch lautstark, Zweiter geworden zu sein. „Natürlich ärgert man sich ein bisschen, dass es so knapp war“, stimmten Anna Berbalk und Eva Heller überein. „Aber auch eine deutsche Vizemeisterschaft bringt man nicht jeden Tag nach Hause.“ Zudem dürfen die Herrenbergerinnen zur WM. Diese findet Ende November im belgischen De Panne statt. Bis dahin bleibt noch Zeit, um die Choreografie für die internationale Fläche anzupassen.