Der Vorverkauf für die Jazz Open 2026 hat am Mittwoch rekordverdächtig begonnen (Archivbild). Foto: Pfisterer/Jazz Open

Zum Start des Vorverkaufs für die Jazz Open brechen die Server zeitweise zusammen: Der Ansturm auf Katy Perry und Co. ist rekordverdächtig. Die Veranstalter entschuldigen sich.

Wer an Karten für Katy Perry und weitere Superstars kommen will, braucht Geduld. Der Start des Ticketverkaufs für die Jazz Open 2026 hat bei vielen Fans für Unmut gesorgt. Kurz nach Beginn des Vorverkaufs am Mittwochnachmittag brach stellenweise der Online-Ticketshop unter dem Ansturm zusammen. Zahlreiche Interessenten berichten von langen Wartezeiten, abgebrochenen Bestellvorgängen und verlorenen Reservierungen.

 

In den sozialen Medien machen viele ihrem Ärger Luft. Ein Nutzer schreibt: „Anwenderfreundlich geht definitiv anders! Wollte nach dem durchaus kompliziert anspruchsvollen Bestellvorgang bezahlen – ätsch! Ihre Reservierungszeit ist abgelaufen! Plätze weg.“ Auch andere Fans äußern sich frustriert über das komplizierte System. Vor allem die verlangte Personalisierung jedes einzelnen Tickets sorge für zusätzliche Verzögerungen, wird beklagt.

Die Veranstalter reagieren prompt und veröffentlichen am Abend dieses Statement in den sozialen Medien: „Liebe Leute, wir werden überrannt und arbeiten hart am Fortschritt. Wir entschuldigen uns für die langen Wartezeiten und für die Probleme beim Bestellvorgang!“

In den ersten Stunden bereits 18 000 Tickets verkauft

Dass so viele gleichzeitig Karten kaufen wollen, ist ein Rekord. Bereits in den ersten Stunden gingen nach den Worten von Promotor Jürgen Schlensog etwa 18 000 Tickets über den virtuellen Ladentisch.

Zur Ursache für die technischen Probleme erklärt Schlensog: „Der Hauptgrund ist leider trivial. Jedem Ticket wird ein VVS-Ticket zugeordnet, egal, ob es der Käufer nutzt. Somit ist der VVS-Server die Engstelle. Das Problem gibt’s, wie ich höre, auch beim VfB-Ticketing.“ Die Nachfrage sei eben enorm, da kämen die Server nun mal an ihre Grenzen.

Auch die Pflicht, jede Karte zu personalisieren, was zeitaufwendig ist, hänge mit den VVS-Angeboten zusammen. Schlensog: „Die Personalisierung brauchen wir eigentlich nicht. Sie ist wegen des VVS notwendig – und deren Server sind langsam.“ Und weiter erklärt er: „Wir haben seit langem den Vorschlag gemacht, dass unentwertete Jazz-Open-Tickets als Nachweis für die Nutzung des VVS genügen. Leider ohne Erfolg.“ Etwa 50 Prozent der Besucher nutzten den VVS gar nicht. Dies wisse man aufgrund der Herkunft der Ticketkäufer sowie aus Publikumsbefragungen.

Für den rekordverdächtigen Andrang sorgt offenbar die Ankündigung, dass auch Superstar Katy Perry bei den Jazz Open 2026 auftreten wird. Die Veranstalter gehen davon aus, dass sich in den kommenden Verkaufstagen die Zahl der gleichzeitigen Reservierungen „normalisiert“.