Jazz in Esslingen Heißer Sound aus dem kühlen Norden

Von Ulrich Stolte 

Das neue Vierteljahrsprogramm ist da: Im Jazz-Herbst bringt das Kulturzentrum Dieselstraße vor allem Musik aus Skandinavien auf die Bühne.

Jazz hat in Esslingen einen besonders hohen Stellenwert, hier musizieren Eberhard Weber (am Bass) und Enrico Rava in der Dieselstraße.Foto: Dieselstraße

Esslingen - Herausragend und stilbildend sind sie, die Bands mit ihren skandinavischen Musikern, die bis zum Ende des Jahres in der Esslinger Dieselstraße auftreten. Den Konzertreigen im soziokulturellen Zentrum in der Dieselstraße 26 eröffnen am Sonntag, 23. September, Andres Schaerer, Kalle Kalima, Luciano Biondini und Lucas Niggli mit dem Programm „A Novel of Anomaly“. Jeder Musiker spricht hier seine eigene Klangsprache aus Jazz, Rock, Beatboxing und den Folkloren ihrer Heimatländer, die mal mediterran anklingen, dann alpin oder urig nordisch.

Alpin oder urig nordisch

Am Sonntag, 28. Oktober, treten Petter Eldh und Peter Bruun auf, die sich zur Formation Djang Bates’ Belovèd zusammengeschlossen haben. Mit der klassischen Besetzung aus Klavier, Bass und Schlagzeug generieren Belovèd einen „hinreißenden Sinn für Klänge“, wie es im Programmheft der Dieselstraße heißt, ohne sich jedoch den Zuhörern anzubiedern. Dieser Auftritt ist gleichzeitig das Abschlusskonzert des Jazzfestivals Esslingen.

Im November ist dann das Arild Andersen Trio zu hören und zu sehen. Am Samstag, 17. November, spielt Andersen zusammen mit Tommy Smith (Tenorsaxofon) und Paolo Vinaccia (Schlagzeug). Andersen ist einer der prominentesten europäischen Bassisten überhaupt und bekannt für seinen dunklen voluminösen Sound und eine Spieltechnik, in der die Schönheit melodischer Abläufe triumphiert.

Ein Doppelkonzert zum Jahresende

Am 9. Dezember, wieder einem Sonntag, kommt das Bobo Stenson Trio aus Schweden nach Esslingen. Dem Pianisten Bobo Stenson stehen Anders Jormin (Bass) und Jon Jält (Schlagzeug) zur Seite. Bobo Stenson gilt als Grandseigneur des Genres, der zusammen mit etlichen amerikanischen Stars wie Stan Getz und Don Cherry auf der Bühne gestanden hat.

Das Jazz-Jahr klingt dann musikalisch am Samstag, 29. Dezember, mit einem Doppelkonzert aus. Das Percussion-Duo der beiden Schwestern Jessica und Vanessa Porter tritt gemeinsam mit dem Indira Quartett auf. Hier sind Fauzia Maria Beg, Friedemann Dähn, Frank Kroll und Uwe Kühner auf der Bühne. Alle Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr.