Foto: privat

Fünf Gruppen des Solitude-Gymnasiums musizieren am Freitagabend beim Jazz-Café in der Schule am Spechtweg.

Weilimdorf - Als „jazzige Muße“ bezeichnet der Lehrer Richard Detlef Jensen das Programm, das am Freitagabend beim Jazz-Café im Solitude-Gymnasium gespielt wird. Und meint damit: „Was die Leute anspricht.“ Das Programm sei unterhaltsam, universell, kein „abgehobener“ Modern Jazz und auch keine Bierzeltmusik, sondern „irgendwo dazwischen“. Die fünf Gruppen mit Schülern aus den Klassenstufen fünf bis zwölf spielen sowohl klassische Stücke als auch Klezmer oder Filmmusik aus „Mission Impossible“. Auch Titel wie „Let’s Twist again“, „See You Later Aligator“ oder „Hello Dolly“ werden gespielt.

Ein Schwerpunkt des Abends bildet die Bluesmusik. „Das ist die Urform des Jazz“, sagt Jensen. „Die Rhythmik der schwarzen Bevölkerung hat sich mit der Harmonik der Weißen vermischt. Ein Ergebnis war der Blues.“ Besonders kennzeichnend daran seien die Improvisationen zwischendurch. Für die jungen Saxofonisten, die noch nicht frei improvisieren können, hat Jensen daher eigenhändig kleine Soli komponiert. Die älteren Schüler hingegen improvisieren frei, und zwar zusammen mit der BigBand des Gymnasiums Renningen, die als Gastgruppe eingeladen wurde. „Die sind super und spielen auf sehr gutem Niveau“, schwärmt Jensen. „Man kann die Renninger guten Gewissens als eine ,Wiege des Jazz‘ in der Region bezeichnen.“

Mehr als 100 Besucher erwartet

Der Leiter des Solitude-Saxophon-Ensembles rechnet mit mehr als 100 Besuchern. „Wir ziehen mit unserer Musik auch Leute aus Weilimdorf an, die nichts mit unserer Schule zu tun haben“, sagt der Mathe-, Erdkunde- und Philosophielehrer. Seit 1987 hat Jensen verschiedene Jazz-AGs am Solitude-Gymnasium geleitet. 2006 rief er das Solitude-Saxophon-Ensemble ins Leben, das inzwischen als Aushängeschild der Schule gilt.

Zurzeit besteht das Ensemble aus 29 Schülern. Mit 20 bis 30 Auftritten pro Schuljahr sind sie eine gefragte Musikgruppe. Die jüngsten Schüler sind zuletzt beim Spatenstich am Ernst-Reuter-Platz aufgetreten. Und auch der nächste Auftritt der beiden jungen Gruppen steht schon fest, und zwar bei der Giebeler Kulturnacht am Samstag, 5. Mai. Um 18 Uhr treten die Saxofonisten im Gemeindehaus der Stephanuskirche auf. Gespielt werden laut Jensen „rockige Titel“.

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