Trauernde gedenken den Menschen, die bei dem Anschlag ums Leben kamen. Foto: Getty

Der Anschlag von Orlando jährt sich diesen Monat: Anlässlich dessen versammelten sich gestern Abend zahlreiche Menschen in Orlando, um den 49 Opfern zu gedenken.

Orlando - Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen in einem Homosexuellenclub in den USA haben in Orlando hunderte Menschen der 49 Opfer gedacht. „Egal wie dunkel die Nacht ist, die Sonne wird immer scheinen“, sagte der Bürgermeister von Orlando, Buddy Dyer, bei der Zeremonie im Bundesstaat Florida.

Umringt wurde der Nachtclub „Pulse“ bei der Gedenkfeier von 49 als Engel kostümierten Menschen, die weiße Flügel und Kerzen trugen. Diese sogenannte „Angel Force“ war wenige Tage nach dem Massaker gegründet worden, um Trauernde vor Übergriffen zu schützen. Eine kleine Gruppe von Demonstranten versuchte, die Gedenkfeier zu stören, wurde aber zurückgedrängt. Vor dem Nachtclub errichteten Trauernde in Gedenken an die Opfer ein provisorisches Mahnmal mit Fotos der Getöteten, Blumen und Regenbogenfahnen, dem Symbol der Homosexuellen-Bewegung.

Trump äußerte sich auf Twitter

US-Präsident Donald Trump äußerte sich auf Twitter: „Wir werden niemals die Opfer vergessen, die vor einem Jahr ihr Leben verloren haben bei der entsetzlichen #PulseNightClub Schießerei“, schrieb Trump. Floridas Gouverneur Rick Scott kündigte an, der 12. Juni solle künftig der „Pulse Remembrance Day“ sein - ein Erinnerungstag, an dem im gesamten Bundesstaat die Flaggen auf Halbmast wehen.

In der Nacht des 12. Juni 2016 hatte der 29-jährige Attentäter Omar Mateen den Club angegriffen und 49 Menschen getötet; mehr als 50 weitere wurden verletzt. Der Attentäter, der sich offenbar durch dschihadistische Propaganda im Internet radikalisiert und der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen hatte, wurde von der Polizei erschossen.

Anfang Mai hatte die Besitzerin des Nachtclubs, Barbara Poma, angekündigt, dass aus dem „Pulse“ künftig ein Museum und eine Gedenkstätte werden solle. Sie wolle damit „dauerhaft“ einen Beitrag zur Aufarbeitung der Tragödie leisten, sagte Poma.

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