Nicht nur in den Campus in Nellingen fließen weitere Millionen. Auch die Schule im Park ist nun Baustelle. Danach geht es an die Kästner-Schule.
Mit großen Veränderungen ist die Schulkindbetreuung im Scharnhauser Park schon vor einer Woche ins neue Schuljahr gestartet. Weil die Arbeiten für den 7,5 Millionen Euro teuren Umbau der Schule im Park angelaufen sind, hat man für den Betreuungsbereich eine Übergangslösung geschaffen. Für die nächsten zwei Jahre wurde der Hortbetrieb mit rund 250 Kindern in 43 Container verlagert, die man am Rande des Schulhofes zu einer zweistöckigen Einheit zusammengefügt hat. Dort bekommen die Grundschüler vorübergehend auch das Mittagessen, bis die neue Mensa mit der erweiterten Küche fertig ist.
Gerade mal 20 Jahre alt, erfüllt die Schule im Park nicht mehr die Anforderungen an die technische Ausstattung und den Brandschutz. Zudem hat sich der Raumbedarf für die Betreuung stark verändert. Ein weiterer gewichtiger Grund für die anstehende Sanierung ist die Schulentwicklungsplanung der Stadt, die für die Schule im Park neben dem Ausbau der Schulkindbetreuung eine Erweiterung des Grundschulbereichs von drei auf viereinhalb Klassenzüge vorsieht.
Gastraum wird auf 160 Plätze erweitert
Im südlichen Teil des Schulgebäudes wird auch die Mensa umgebaut. Bis Sommer 2023 soll dieser Trakt so angepasst werden, dass dort künftig die erweiterte Grundschule unterkommen kann. Anschließend wird in einem zweiten Bauabschnitt der nördliche, kleinere Gebäudeteil der Grundschule für die Kinderbetreuung umgestaltet. Die Abbrucharbeiten im Inneren des größeren Abschnitts sollen bis Ende September größtenteils abgeschlossen sein. Teile der Decken und Böden wurden entfernt, einige Wände eingerissen. Mit dem Umbau will man auch den Brandschutz verbessern. Unter anderem müssen neue Wände eingezogen, Geländer- sowie Brüstungshöhen angepasst und neue Türen zwischen den Klassenzimmern eingebaut werden. Diese verbinden die Räume des jeweiligen Gebäudeflügels miteinander, führen zu den neuen Fluchttreppen und gewährleisten damit den direkten zweiten Fluchtweg aus den Obergeschossen ins Freie. So wird sich auch das äußere Erscheinungsbild der Schule im Park verändern.
Während in der Mensa seither maximal 80 Essen ausgegeben wurden, können künftig in mehreren Schichten rund 400 Kinder bedient werden. Dafür werden der Gastraum auf bis zu 160 Sitzplätze erweitert und der Küchenbereich komplett erneuert und vergrößert. An die Stelle der Hausmeisterwohnung, die aufgegeben wurde, treten im Erdgeschoss ein neues, innen liegendes Fluchttreppenhaus, ein Hausmeisterraum sowie ein großer Technikraum für die Küche. Im Obergeschoss entstehen ein Besprechungsraum und ein Raum für Lehrerarbeitsplätze. Die Schule im Park ist nicht die einzige Schulbaustelle in Ostfildern. Auf acht Jahre angelegt ist die Modernisierung der beiden Gymnasien auf dem Campus in Nellingen, für die der Gymnasiale Schulverband Ostfildern insgesamt 35 Millionen Euro investiert. Während der Umbau des Otto-Hahn-Gymnasiums bereits abgeschlossen ist, beginnt im direkt angeschlossenen Heinrich-Heine-Gymnasium der nächste Bauabschnitt. In der Realschule, die über viele Jahre Baustelle war, soll nun der Schulhof umgebaut werden.
Neue Halle soll 2023 in Betrieb gehen
Nächstes Millionenprojekt auf dem Campus wird der Umbau der Erich-Kästner-Schule zu einer modernen Gemeinschaftsschule sein. In welcher Art das passieren soll, ob An- oder Neubau, sei noch offen, sagt Ostfilderns Erster Bürgermeister Rainer Lechner. Die Raumplanung laufe bereits. Bevor das Baukonzept diskutiert wird, muss die Sporthalle 1 abgerissen sein. Die ist aber noch so lange in Betrieb, bis die neue Halle neben dem Stadion des TV Nellingen fertiggestellt ist. Dort ist ein Ende bereits absehbar. Mit der Inbetriebnahme sei im ersten Quartal 2023 zu rechnen, sagt Lechner.