Carlos Mané erwartet beim Gastspiel am Samstag in Fürth einen heißen Tanz. Foto: Baumann

Mit sechs Toren und sieben Vorlagen ist der trickreiche Carlos Mané zu einem Leistungsträger beim VfB avanciert. Vor dem Gastspiel der Stuttgarter am Samstag (13 Uhr) bei Greuther Fürth erzählt der 23-Jährige, warum er dem VfB um seinen Manager Jan Schindelmeiser dankbar ist.

Stuttgart -

Herr Mané, beim Stichwort SpVgg Greuther Fürth müssten bei Ihnen schöne Erinnerungen hoch kommen, oder?
Natürlich. Das Hinspiel gegen Fürth war ein toller Auftakt für mich, mein erstes Spiel für den VfB. Die Mannschaft hat an diesem Abend im eigenen Stadion beim 4:0-Sieg sehr gut gespielt - und mir sind zum Einstand gleich zwei Tore gelungen. So etwas vergisst man nicht. Um ehrlich zu sein: Greuther Fürth war mir damals vor dem Anpfiff nicht wirklich ein Begriff. Ich war ja ganz neu in Deutschland. Das ist jetzt anders. Fürth hat sich unter dem neuen Trainer (Janos Radoki, Anm. d. Red.) spielerisch weiter entwickelt. Uns erwartet am Samstag ein ganz anderes Spiel als in der Vorrunde.
Hinter der ersten Partie verbirgt sich ja auch eine schöne Besonderheit.
Ich weiß. Ich habe meine zwei Tore in fünf Minuten erzielt. Das war das schnellste Doppelpack, das jemals einem Bundesligaspieler bei seinem Einstand gelungen ist. Das ist ein schöner Rekord.
Sie sind einer der beste Scorer beim VfB mit sechs Toren und sieben Vorbereitungen. Was ist Ihnen wichtiger, selber zu treffen oder für andere aufzulegen?
Ich versuche in beiden Bereichen erfolgreich zu sein. Wenn mir das nicht gelingt, dann bin ich nicht zufrieden. Ich bin kein egoistischer Spieler, sondern denke auf dem Feld wie ein Teamplayer. Wenn ich bei einem Angriff einen Mitspieler sehe, der besser postiert ist als ich, dann spiele ich ab. Ich muss nicht auf Teufel komm raus selber ein Tor erzielen. Ich möchte der Mannschaft helfen, denn am Ende zählt ja das Ergebnis.
Sie besitzen einen Zweijahresvertrag beim VfB, doch Ihr Heimatclub Sporting Lissabon besitzt ein Zugriffsrecht, könnte Sie unter bestimmten Bedingungen nach Saisonschluss zurückholen. Wie sehen Sie Ihre Zukunft?
Sporting hat mich bisher nicht kontaktiert, seit ich hier beim VfB spiele. Das ist mir aber ehrlich gesagt auch nicht so wichtig. Ich benutze meine volle Konzentration dazu, damit wir gemeinsam unser großes Ziel, den Wiederaufstieg erreichen. Ich habe mich in Stuttgart inzwischen sehr gut eingelebt, fühle mich mit meiner Partnerin und unserer zehnmonatigen Tochter Safira hier sehr wohl. Ich habe zwei Jahre Vertrag beim VfB und möchte nach dem Ende dieser Saison sehr gerne hier bleiben.
Dass bedeutet, der Wechsel nach Stuttgart war für Sie der richtige Schritt?
Ja. Ich bin Gott und dem VfB äußerst dankbar, dass ich die Chance hatte, hierher zu kommen und gleich zu spielen. Bei Sporting hatte ich zuletzt ja leider kaum Einsätze. Doch unser Manager Jan Schindelmeiser hat glücklicherweise mein Potenzial erkannt. Ich bin mit meiner Entwicklung in den vergangenen Monaten sehr zufrieden.
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