Mit einem Vorsprung von 0,4 Prozent hat die CDU-Frau Nicole Razavi das Direktmandat im Wahlkreis Geislingen geholt. Foto: Privat

Nicole Razavi hat es wieder geschafft. Erneut hat die CDU-Kandidatin im Wahlkreis Geislingen ihren grünen Herausforderer mit einem Vorsprung von 0,4 Prozent auf Abstand gehalten. Nun wünscht sie sich eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition.

Geislingen - Nicole Razavi hat es wieder geschafft. Schon vor fünf Jahren war es der CDU-Kandidatin im Wahlkreis Geislingen gelungen, ihren grünen Herausforderer mit einem Vorsprung von 0,4 Prozent auf Abstand zu halten. Genau mit diesem Vorsprung hat sie auch am Sonntag gewonnen.

Frau Razavi, wie fühlen Sie sich denn als letztes „schwarzes Schaf“ der Region auf der grünen Landeswiese?

Der Wahlabend war ein Nervenkrimi. Umso größer war dann die Freude, als feststand, dass wir und ich im Wahlkreis Geislingen gewonnen haben. Angesichts der schwierigen Situation hatte ich im Vorfeld selber meine Zweifel, ob es reichen würde.

Wie erklären Sie sich Ihren Erfolg?

Da kann ich auch nur spekulieren. Ich bin seit 15 Jahren mit großer Leidenschaft im Landtag aktiv, kämpfe dort für die Anliegen meines Wahlkreises und versuche zu helfen, wo es mir möglich ist. Da ist dann bei vielen Wählern wohl eine Identifikation mit meiner Person entstanden. Das Ergebnis tut auf jeden Fall gut und ist Motivation für die nächsten fünf Jahre.

Wo sehen sie den Hauptgrund für das schlechte Abschneiden Ihrer Partei?

Das gibt es mehrere Gründe: Das Programm der CDU für die nächsten Jahre hat in der Wahrnehmung der Menschen quasi keine Rolle gespielt. Es wurde weitgehend von der allgegenwärtigen Situation der Corona-Pandemie überlagert. Dazu kam die Beliebtheit des Ministerpräsidenten und die Tatsache, dass Susanne Eisenmann zwar eine gute Kandidatin war, aber als Kultusministerin in der Corona-Pandemie den gegenwärtigen Erwartungen nicht gerecht werden konnte.

Wünschen Sie sich eine Fortsetzung der grün-schwarzen Landesregierung?

Ja. Wer in die Politik geht, möchte gestalten. Ich finde, das hat in den vergangenen fünf Jahren ganz gut funktioniert.

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