Kämpferische Kundgebung am Freitag auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Foto: Lg/Julian Rettig

Anlässlich des Internationalen Frauentags sind heute mehrere hundert Menschen, vor allem Frauen, zu einer kämpferischen Kundgebung in Stuttgart auf die Straße gegangen.

Stuttgart - Mehrere hundert Menschen, überwiegend Frauen, haben am Freitagnachmittag an Kundgebungen auf dem Schlossplatz teilgenommen. Anlass war der Internationale Frauentag. „Was heute selbstverständlich ist, wurde den Frauen nicht geschenkt, sondern hart erkämpft“, sagte Gülay Akdemir von der kurdischen Frauengruppe, einer von vielen Gruppen, die sich unterm Dach des Frauenbündnis Stuttgart zu der Kundgebung zusammengefunden hatten.

Aufführung gegen Unterdrückung

Viele Rednerinnen betonten aktuelle soziale Benachteiligungen von Frauen: ein Fünftel weniger Lohn als Männer für die gleiche Arbeit, Teilzeitarbeit und – als Folge – Altersarmut. Eine iranische Gruppe führte ein Theaterstück auf und thematisierte die Unterdrückung im Mullah-Regime, wo Frauen weder singen noch tanzen dürfen. Um Schlag 17 Uhr schrien die Teilnehmerinnen aus voller Kehle.

Eine Plakataufschrift erklärte den sogenannten globalen Aufschrei: „Wir sind weltweit 100 Sekunden laut, weil wir täglich 100 Minuten mehr arbeiten müssen“, stand da. Anschließend zogen die Teilnehmerinnen in einem Demonstrationszug durch die Stuttgarter Innenstadt.

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