Der mutmaßliche Dschihadist Al Faqi al Mahdi (links) hat die Tat zugegeben. Foto: AFP

Der mutmaßliche Dschihadist Al Faqi al Mahdi hat am Montag die Zerstörung von Weltkulturerbe in Mali gestanden. Es ist der erste Prozess gegen Zerstörung von Kulturstätten, eine Tat, die nach internationalem Strafrecht als Kriegsverbrechen eingestuft wird.

Den Haag - Zum Auftakt des internationalen Prozesses zur Zerstörung von Weltkulturerbe in Mali hat der Angeklagte ein Schuldbekenntnis abgelegt. Er sei für die Vernichtung der von der Unesco geschützten Bauwerke in Timbuktu verantwortlich, gab der mutmaßliche Dschihadist Al Faqi al Mahdi am Montag vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag an. „Ich bereue meine Tat und bitte um Vergebung“, sagte der etwa 40 Jahre alte ehemalige Rebellenführer.

Erster Prozess zur Zerstörung von Kulturstätten

Die Dschihadistenmiliz Ansar Dine, die mit Al-Kaida verbündet ist, hatte im Sommer 2012 berühmte mittelalterliche Heiligengräber und eine Moschee in der Oasenstadt Timbuktu im Norden des westafrikanischen Mali zerstört. Die Attacke hatte weltweit Entsetzen ausgelöst. Es ist der erste Prozess zur Zerstörung von Kulturstätten, was nach internationalem Strafrecht ein Kriegsverbrechen ist.

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