Wer genau hinschaut, kann die ISS dieser Tage mit bloßem Auge am Nachthimmel erkennen. (Symbolbild) Foto: imago images

Die Bedingungen, die Raumstation am Nachthimmel zu erspähen, sind Mitte Mai besonders gut. Auch in Stuttgart ist eine Sichtung zu ganz später Stunde möglich.

Stuttgart - Wer an die Internationale Raumstation ISS denkt, muss vermutlich auch direkt an den Weltraum, unendliche Weiten und einen atemberaubenden Blick auf die Erde denken. Die Forschungsstation, die mit ihren Solarpanels in etwa so groß wie ein Fußballfeld ist, scheint für uns Menschen unendlich weit weg zu sein. Doch dieser Eindruck täuscht: Das größte außerirdische Bauwerk der Menschheitsgeschichte umkreist in gerade mal rund 400 Kilometern Höhe etwa fünfzehneinhalb Mal am Tag unseren Planeten und zieht dabei auch mehrfach genau über Deutschland hinweg. Bei diesen Überflügen kann sie – wenn auch nicht immer – mit bloßem Auge gesehen werden.

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Besonders gut sind die Bedingungen, die ISS am Himmel zu erspähen, während der Sommermonate und kurz davor – also Mitte Mai. „Wenn der Himmel in der Dämmerung dunkel ist – manchmal früh morgens, manchmal abends – und die ISS da oben von der Sonne beschienen wird, kann man sie von der Erde aus sehen“, erklärt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Die Station reflektiert also das Sonnenlicht und ist dann für etwa fünf Minuten „wie ein heller Stern“ am Nachthimmel gut erkennbar, während sie hoch am Himmel von West nach Ost zieht.

Sehen Sie hier einen ISS-Überflug im Video:

Die genauen Uhrzeiten, zu denen man die ISS während der nächsten Tage von Stuttgart aus beobachten kann, sind einer Liste der NASA zu entnehmen. Dort ist auch eine Gradzahl abzulesen, die angibt, ob die Raumstation eher flach am Horizont entlang fliegt oder hoch am Himmel erscheint. Für eine bessere Sichtbarkeit sollte der Wert mindestens 30 Grad betragen. Außerdem empfiehlt es sich, einen Standort zu wählen, wo man nicht durch Straßenlaternen oder andere starke Lichtquellen geblendet wird.

Die aktuelle Position der ISS lässt sich ganz einfach auf dieser Live-Map anzeigen. Auf diesem Weg erhält man auch Informationen zum Sonnenstand und kann Daten wie Geschwindigkeit und Bahnhöhe der Forschungsstation ablesen.

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