400 Kilometer über der Erde: Die Internationale Raumstation ISS Foto: dpa

Eine undichte Stelle in der ISS etwa 400 Kilometer über der Erde beschäftigt die Raumfahrer schon seit Wochen. Jetzt ist das mögliche Leck offenbar mit einem Teebeutel aufgespürt worden.

Moskau - Raumfahrer der Internationalen Raumstation ISS haben ein mögliches Luftleck mithilfe eines Teebeutels aufgespürt. Dieser sei in der Schwerelosigkeit in Richtung der undichten Stelle geflogen, sagte Kosmonaut Anatoli Iwanischin am Donnerstag der Staatsagentur Tass zufolge. „Wir haben mehrere Fotos und Videos von der Flugrichtung des Teebeutels.“ Er rechne damit, „tatsächlich das wahrscheinliche Leck gefunden zu haben“. Es sollte zunächst mit einem Klebeband abgedichtet werden.

Besatzung hat Verstärkung bekommen

Die undichte Stelle in der Station etwa 400 Kilometer über der Erde beschäftigt die Raumfahrer schon seit Wochen. Sie mussten bereits im August ein Wochenende im russischen Segment verbringen, weil in einem anderen Teil der Station nach dem Loch gesucht worden war. Nach früheren Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ist das Leck „äußerst belanglos“ und ungefährlich für die Astronauten und Kosmonauten. Derzeit halten sich sechs Raumfahrer in der ISS auf. Die Besatzung hatte erst am Mittwoch Verstärkung bekommen.

  
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