Die Gaechinger Cantorey serviert beim Musikfest der Internationalen Bachakademie Stuttgart 2021 mehrere musikalische Köstlichkeiten. Foto: Roberto Bulgrin

„Geschmacksache“ lautet das Thema des Musikfests der Internationalen Bachakademie Stuttgart 2021. Geplant ist es vom 16. bis 26. Juni in digitaler Form.

Stuttgart - Livestreams und Konzertvideos werden beim diesjährigen Musikfest durch Gesprächsveranstaltungen ergänzt. Falls die Pandemiesituation es erlaubt, werden einzelne Konzerte ab 12. Juni live vor Publikum angeboten. Die digitalen Angebote sind kostenfrei verfügbar und stehen auch nach dem Ende des Musikfests unter www.bachakademie.de zur Verfügung.

Das detaillierte Programm gibt es unter www.musikfest.de. Sollte das Infektionsgeschehen den Veranstaltungs­betrieb mit Publikum zulassen, sind die Tickets ab 7. Juni erhältlich. „Es freut mich, dass wir über zwei Drittel unseres ursprünglichen Programms realisieren und mit viel Glück auch im herkömmlichen Spielbetrieb mit Publikum anbieten können“, sagt die geschäftsführende Intendantin Katrin Zagrosek.

Zum Auftakt gibt es eine barocke Genusstour mit Tafelmusik von Georg Philipp Telemann, Arien aus der Kaffeekantate von Johann Sebastian Bach, bacchantische Szenen von Georg Friedrich Händel und Henry Purcell, schwungvolle Tänze und virtuose Soli von Jean-Philippe Rameau und Antonio Vivaldi – all das mit Hans-Christoph Rademann und der Gaechinger Cantorey.

Stilmix beim Musikfest 2021

Köstliche Stilmischungen versprechen gleich mehrere Konzerte: Jazz und Barock servieren der Geiger Adam Baldych und das Stuttgarter Kammerorchester. Auf einen Grenzgang zwischen Klezmer und Klassik begeben sich Sebastian Manz und das Casal Quartett. Für musikalische Gourmets bringt das Leipziger Vokalsextett Slixs Bachs Instrumentalmusik als Scat-Gesang.

Das Piano-Trio Dock in Absolute richtet einen Stilmix aus Jazz, Barock und Rock an, und das Berliner Swing-Trio Die Couchies sorgt dafür, dass es keinen Zuhörer daheim auf seinem Sofa hält.

Die traditionelle Musikfest-Reihe „Sichten auf Bach“ fällt klein, aber fein aus: Hans-Christoph Rademann und die Gaechinger Cantorey unternehmen einen „Geschmacksvergleich“ dreier Bachkantaten, die auf demselben Gemeindelied basieren.

Abschlusskonzert mit der Gaechinger Cantorey

Jordi Savall und das Concert des Nations bringen das „Musikalische Opfer“ dar, Bachs Hommage an den Musikgeschmack des preußischen Königs Friedrich II. Alexander Grychtolik und die Deutsche Hofmusik präsentieren als Welterstaufführung „Die Feier des Genius“, eine spätere Parodie-Fassung der „Schäferkantate“, die Bachakademie-Gründer Helmuth Rilling 1967 erstmals eingespielt hat und die zum Vergleich ebenfalls erklingt.

Mit dem Intrada Chor aus Moskau bereichert ein Spitzenchor das Programm. Im Musikfest-Café treffen sich die Leiterin des Hospitalhofs, Monika Renninger, und Henning Bey, Chefdramaturg der Bachakademie Stuttgart, mit interessanten Gästen. Die Gespräche werden als Audio-Podcasts übertragen und finden, falls möglich, jeweils wochentags um 16.30 Uhr mit Publikum statt.

Das Abschlusskonzert gehört Hans-Christoph Rademann und der Gaechinger Cantorey: die „Petite Messe Solennelle“ von Gioachino Rossini in der Urfassung für Harmonium und Klavier.

Info: Musikfest: 12. bis 26. Juni, verschiedene Orte und Zeiten, Karten und Auskunft unter 07 11 / 6 19 21 61 oder www.musikfest.de

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