FFP2-Masken sollen Grundschullehrer besser schützen. Foto: dpa/Friso Gentsch

Mehrere Fraktionen im Stuttgarter Gemeinderat wollen mehr Schutz für Lehrkräfte an den Grundschulen. Doch wer soll das bezahlen?

Stuttgart - In einem interfraktionellen Antrag fordern die Stuttgarter Gemeinderatsfraktionen der Grünen, der Fraktionsgemeinschaft des Linksbündnisses, der SPD und der FDP, dass die Lehrkräfte an den Grundschulen FFP2-Masken für ihre Arbeitszeit erhalten. Die Masken solle die Stadt Stuttgart zur Verfügung stellen. Die Verwaltung solle aber mit dem Kultusministerium als Arbeitgeber der Grund- und Sonderschullehrer in Verhandlungen treten, dass von dieser Seite die Kosten übernommen werden.

„Dass die Grundschullehrer, im Gegensatz zu dem Lehrpersonal an den anderen Schularten, keine Mund-Nasen-Bedeckungen gestellt bekommen, erschließt sich unseres Erachtens nicht“, heißt es in dem Antrag. Es gebe zwar einige Gründe, die gegen eine Maskenpflicht bei kleineren Kindern sprechen. Bezüglich der Infektiosität zeigten Studien inzwischen aber ein sehr unterschiedliches Bild. Im Gegensatz zu einer Untersuchung aus Baden-Württemberg zeige eine Studie aus Wien, dass auch bei Kindern unter zehn Jahren die Infektionszahlen deutlich gestiegen seien. Zumindest sei die Situation nicht abschließend geklärt.

In Stuttgart müssen auch Grundschullehrer bisher schon, anders als im Land, Maske tragen, diese aber selber finanzieren. In einer Solidaritätsaktion hatten die beruflichen Schulen ihnen OP-Masken abgegeben. Aktuell sind die Schulen geschlossen, und es findet lediglich eine Notbetreuung dort statt. Unklar ist noch, ob Baden-Württemberg wie geplant den Präsenzunterricht an den Grundschulen am 18. Januar wieder aufnimmt.

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