Die fünfjährige Sumaya träumt davon, eine Meerjungfrau zu sein. Foto: Edgar Layher

Geflüchtete und einheimische Kinder haben in Waiblingen ihre Vorstellungen von einer schönen Welt dargestellt. An diesem Samstag kann man sie mit ihren Werken in einer Ausstellung im Kulturhaus Schwanen erleben.

Waiblingen - Ganz klar, am Aufbau ihrer Ausstellung wollen die jungen Künstler mit Hand anlegen. Und so sind am Freitagnachmittag einige Kinder in das Waiblinger Kulturhaus Schwanen gekommen, um zusammen mit Simone Louis vom Malteser Hilfsdienst, den Stuttgarter Künstlern Anna Ohno und Christian Müller ihre Arbeiten im zweiten Stock des Hauses aufzubauen. Auf Samstag sind alle, „die nett sind“, eingeladen die Ausstellung zu besuchen. Die jungen Künstlerinnen und Künstler sind von 13.30 bis 17 Uhr in der Ausstellung ihres Projektes anzutreffen. Der Eintritt ist frei.

Bunte Meereswelten sind beliebt

Simone Louis vom Malteser Hilfsdienst hat das Integrationsprojekt mit Anna Ohno und Amana Haidari betreut. Zehn Kinder haben sich neun Monate lang im Waiblinger Marienheim getroffen, darunter auch einheimische. Von der Swiss International School sind Vivien, Julia und nochmal Julia zu dem Projekt gekommen. „Wir haben selbst Boxen gestaltet und den Kindern dabei geholfen“, erzählen die Zehntklässlerinnen, die durch eine Lehrerin von dem Projekt erfuhren.

Hania (9) und Sumaya (5), die vor Aufregung nicht zu halten sind, helfen beim Aufbau der Ausstellung mit. „Ich bin die Meerjungfrau“, erklärt Sumaya und zeigt auf eine Nixe, die in einem wunderbar blauen Meer schwimmt. Kurz darauf ernennt sich auch Hania zur Meerjungfrau. Der Ozean hat es den Kindern offenbar angetan: in mehreren der bunten, beleuchteten Boxen sind Unterwasserwelten zu sehen, eine mit leuchtenden Korallen aus aufwendig drapierten Wollfäden.

Noch kurz einen Flughafen bauen

Dem zehnjährigen Eliya ist aufgefallen, dass in der gemeinsam gestalteten Welt in der Mitte des Raumes noch ein Flughafen fehlt. Eine große Schachtel wird fix zum Gebäude, darauf wird ein Tower aus einem Plastikgegenstand gesetzt: fertig ist der Airport. „Uns ging es vor allem um die Träume der Kinder, nicht um handwerkliche Fertigkeiten“, sagt Anna Ohno. Diese haben sie offensichtlich und viele Ideen, wie man Träume darstellen kann.

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