Der Stuttgarter Klima-Innovationsfonds ist der größte seiner Art in Europa. Nun waren Thailänder in Stuttgart und haben sich die Einzelheiten erklären lassen – und Projekte angeschaut.
Die innovativen „Bäume“ namens Ecotrii, die von einem Start-up in Stuttgart entwickelt wurden, stoßen nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen auf Interesse. Vor Kurzem war eine 16-köpfige Delegation aus Thailand in Stuttgart, um sich den Schattenspender anzuschauen.
Der Ecotrii allein war aber nicht der Grund, weshalb die Gruppe unter der Leitung der thailändischen Regierungsbehörde in die baden-württembergische Landeshauptstadt kam. Die Thailänder wollten mehr über den Klima-Innovationsfonds der Stadt Stuttgart wissen – denn sie planen Ähnliches.
Den Klima-Innovationsfonds gibt es nun seit 2020 in Stuttgart; seither wurden insgesamt rund 70 innovative Projekte gefördert. Eben erst sind die neuen Start-ups und Einrichtungen ausgewählt worden. Das sind:
- Fünf Prozent GmbH: 236.241 Euro für Deutschlands größte Sammelbestellung von Wärmepumpen
- Triq GmbH: 155.000 Euro für ein Vollholz-Mehrfamilienhaus in Stuttgart-Feuerbach
- Uni Hohenheim: 504.950 Euro für einen E-Traktor made in Stuttgart
- WRS Energie + Druckluft GmbH: 101.600 Euro für die Einsparung von Druckluft
Im vergangenen Jahr wurde der – nach Stuttgarter Angaben – in Europa größte kommunale Innovationsfonds fürs Klima mit dem „Bewährt vor Ort“-Siegel ausgezeichnet.
An fünf Orten in Stuttgart ein Ecotrii
Besonders interessiert gezeigt hatten sich die Gäste aus Südostasien über die Erfolgsbindung: Die volle Förderung wird nur dann ausgezahlt, wenn die vorher festgelegten Ziele auch erreicht werden.
Für den Ecotrii ist dieses Ziel erreicht, wenn stadtweit an mindestens fünf Orten Exemplare aufgestellt sind. Diesen Sommer wird dies vermutlich noch nicht klappen; aber die nächsten beiden Ecotriis sind bereits fest für den Marienplatz im Stuttgarter Süden eingeplant.
Neben dem Ecotrii hat sich die Delegation aus Thailand zudem ein abgeschlossenes Projekt angesehen: die wilde Klimawand in Stuttgart-Vaihingen; an einer Fassade auf dem Fraunhofer Campus wachsen auf 200 Quadratmeter mehr als 6500 Pflanzen.