Nino Protomastro hat mit Unterstützung des SC Altbach das Inklusionsprojekt „Fußball ist für alle da“ für Kinder zwischen acht und 14 Jahren ins Leben gerufen.
Sonne, angenehme Temperaturen – einfach optimale Bedingungen, um Fußball zu spielen. So ist es an diesem Tag auf dem Sportgelände des SC Altbach. Aber all das ist nicht das Wichtigste beim Inklusionstraining des SCA – das Wichtigste sind die Kinder, die sich unter der Leitung von Organisator Nino Protomastro und seinem Kollegen, dem Vereinsvorsitzenden Stephan Schnabel, ungefähr alle zwei Wochen auf dem grünen Rasen tummeln. Und die Besonderheit ist, dass es sich um kein normales Fußballspiel handelt. Die Kinder, die mit Freude dem Ball hinterherjagen, haben größtenteils ein Handicap.
„Es war mir eine Herzensangelegenheit“
Die Idee für dieses Projekt hatte der ehemalige SCA-Jugendcoach Protomastro. „Es war mir eine Herzensangelegenheit, auch den Kindern die Möglichkeit zum Fußballspielen zu geben, die sonst keine Chance dazu haben“, beschreibt er seine Motivation. Den Kindern soll damit der Zugang zum Teamsport ermöglicht werden – ohne Leistungsdruck, aber mit viel Freude an Bewegung, Ball und Teamgeist. Er sei mit seiner Idee direkt auf Schnabel zugegangen, der sofort begeistert davon gewesen sei, wie dieser selbst beipflichtet. Sie hätten das Projekt dann dem gesamten Verein vorgestellt und alle standen sofort zu einhundert Prozent dahinter. „Ohne diese Unterstützung hätten wir es nicht durchziehen können“, bestätigen beide unisono.
Mittlerweile ist bereits der dritte Trainingstag in vollem Gange. Während der erste Termin mit zwei Kindern noch überschaubar war, so ist die Zahl zwischenzeitlich auf sieben angestiegen. Dass das Projekt so schnell Anklang gefunden hat, darauf sind die beiden stolz. „Es kommen sogar Kinder aus Uhingen und Waiblingen zu uns, das ist ja nicht direkt um die Ecke. Und das, obwohl wir kaum Werbung gemacht haben, eigentlich nur über die sozialen Medien“, berichtet Schnabel und fährt fort: „Zwischendurch hat selbst der Württembergische Fußballverband Wind davon bekommen und Infos auf seine Homepage gestellt.“
Gemeinsame Aufwärmübungen
Begonnen wird der Tag immer mit gemeinsamen Aufwärmübungen und -spielen der Kinder und der Betreuer. Diesbezüglich sind die beiden Organisatoren auch froh, dass ihr Projekt im Verein so guten Anklang gefunden hat. „Wir schauen, dass wir pro Kind mindestens einen Mitarbeiter haben, damit auch jeder mitmachen kann“, erzählt Schnabel. Zudem werden sie – vor allem dann beim Abschlusskick – auch von den Mamas und Papas unterstützt, die ebenfalls mit viel Elan und Freude dabei sind. Zwischendurch versorgt Protomastro die Angehörigen am Spielfeldrand auch mal mit einer Tasse Kaffee. „Wir wollen, dass sich alle hier wohlfühlen“, legt der Initiator großen Wert auf das Miteinander. „Jeder soll Spaß haben, das ist das Wichtigste.“
Und zeitweise haben die Kids eben auch mal kurzzeitig keine Lust auf das runde Leder. Sie sitzen dann lieber eine Zeit lang auf dem Rasen und schauen dem Treiben zu oder beobachten die Flugzeuge, die ziemlich niedrig direkt über den Altbacher Sportplatz hinwegfliegen. Aber das ist dann für alle in Ordnung. „Die Kinder sollen Spaß haben, zwischendurch auch mal das machen, was sie gerade wollen. Sie sollen auf keinen Fall Druck verspüren“, bestätigt Schnabel.
„Fußball ist für alle da“
Während die Jugendlichen auf dem Rasen beschäftigt sind, ist für die Eltern auch mal Zeit für den gemeinsamen Austausch. „Das ist genau wie das Fußballspielen für die Kids auch ein ganz wichtiger Teil des Projekts, dass sich die Eltern mit Gleichgesinnten unterhalten und für ein paar Momente den Alltag hinter sich lassen können“ betont Protomastro. Es ist ein Gewinn für Kids und Eltern. Eben getreu dem Motto des Projekts: „Fußball ist für alle da“.
Bei Interesse gibt es weitere Informationen unter: info@sportclub-altbach.de oder direkt bei Nino Protomastro unter 01575/0496377.