Sechs Windräder sollen im Renninger Hardtwald errichtet werden. Genaueres dazu gibt es bei einer Infomesse im Bürgerhaus. Foto: dpa

Im Hardtwald zwischen Bosch und Autobahn sollen sechs Windräder errichtet werden. Im Bürgerhaus wird dazu informiert. Auch Gegner des Projekts haben sich angekündigt.

Wo genau sollen die sechs geplanten Windräder stehen? Wie hoch sind sie? Und wie genau läuft das ganze Verfahren? Zum geplanten Windpark in Renningen findet am Montag, 17. November, von 17 bis 20 Uhr eine Infomesse im Bürgerhaus statt.

 

Erst vor gut drei Wochen hat der Renninger Gemeinderat einem Nutzungsvertrag mit dem Investor ABO Energy zugestimmt. Es soll zunächst erkundet werden, ob im Hardtwald – zwischen Bosch und Autobahn – sechs Windräder gebaut werden können. Bei einer positiven Antwort könnte der Windpark im Jahr 2030 in Betrieb gehen.

Informationen zum Windpark an mehreren Messeständen

Statt der üblichen Vortragsveranstaltung mit anschließender Fragerunde hat das Unternehmen eine Infomesse organisiert. Dort können sich alle ohne Zeitdruck an einzelnen Ständen über verschiedene Aspekte des Vorhabens informieren. „Die Stände werden durchgehend von uns betreut. Es spielt keine Rolle, ob man direkt um 17 Uhr oder erst um 18 oder 19 Uhr kommt“, erklärt der Projektleiter Matthias Graf von ABO Energy.

Die Windkraftanlagen sollen im Vorranggebiet namens BB29 aufgestellt werden, welches in der Fortschreibung des Regionalplans der Region Stuttgart ausgewiesen ist. Die Nabenhöhe der Windräder soll 175 Meter betragen, zusammen mit den Rotorblättern ergibt sich daraus eine maximale Gesamthöhe von 262,2 Metern.

Der Windpark soll eine Gesamtleistung von 40,8 Megawatt haben und könnte jährlich etwa 90 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem Verbrauch von rund 26 000 Haushalten und würde rund 67 000 Tonnen CO2 im Jahr einsparen.

Bürgerinitiative will einen Bürgerentscheid zu Windrädern

Betrieben werden soll der Windpark von einer GmbH, an der die Stadtwerke Tübingen, die Stadt Renningen sowie eine Bürger-Energiegenossenschaft beteiligt sind. Durch den Nutzungsvertrag erhält die Stadt Renningen aber schon jetzt ein Reservierungsentgelt.

Obwohl der Windpark bereits bei zwei Bürgerinformationsveranstaltungen im November 2023 vorgestellt wurde, hat sich erst jetzt eine Bürgerinitiative dagegen formiert. Diese hat angekündigt, Unterschriften für ein Bürgerbegehren zu sammeln, um einen Bürgerentscheid über den Windpark herbeizuführen. Laut Stadtverwaltung wurde der Bürgerinitiative angeboten, sich auch mit einem Stand auf der Messe zu präsentieren. Dies sei aber nicht angenommen worden.

Infomesse Windpark

Veranstaltung
Montag, 17. November, 17 bis 20 Uhr im Bürgerhaus Renningen.

Online
Die Infoposter der Messe werden ab Montagnachmittag auf der Internetseite zum Windpark verfügbar sein: www.windpark-renningen.de.