Influencerin Olivia von Platen Foto: IMAGO/Jan Huebner

Influencerin Olivia von Platen hat sich besorgt über politische Entwicklungen in den USA und in Deutschland geäußert. Was sie daraufhin erlebt hat.

Die Stuttgarter Influencerin hat sich besorgt darüber geäußert, dass die AfD, so sie denn je etwas zu entscheiden hätte, Sicherheitskräfte nach Vorbild der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE in Deutschland einführen würde.

 

„Und dann war ich natürlich selbst so blöd und hab mich zu den Vorfällen in den USA geäußert“, sagte von Platen in einer Instagram-Story, in der sie auch andere Themen ansprach. Sie habe gesagt, dass es ihr Angst mache, dass die AfD „diese Art von Polizei gerne auch für Deutschland hätte.“

Ganz aus der Luft gegriffen sind ihre Gedanken nicht: So hat die bayerische AfD bereits gesagt, eine Sonderpolizei nach ICE-Vorbild zu befürworten. „Diese neue Spezialeinheit würde gezielte Fahndung und Ermittlung bündeln und Abschiebungen professionell und auch rechtssicher durchführen“, sagte Katrin Ebner-Steiner, Fraktionsvorsitzende AfD Bayern.

Die Behörde ICE steht nach mehreren gewaltsamen Todesfällen durch Schusswaffeneinsatz auf US-Boden massiv in der Kritik. US-Präsident Donald Trump hat die Behörde sowohl monetär als auch mit weitreichenden Befugnissen ausgestattet, Kritiker sehen in ihr ein Instrument, die Vereinigten Staaten in Richtung Überwachungsstaat umzubauen.

Jedenfalls ist Olivia von Platens Kritik am Vorgehen von ICE im Internet nicht nur begrüßt worden. „Ihr könnt euch ja vorstellen, was dann los war“, so von Platen, „ich alte linksgrün-versiffte Schl***“, als solche sie bezeichnet worden sei.

Hund angeblich „zu fett“

In dem Instagram-Clip rechnet von Platen aber auch mit anderen Menschen ab, die in sozialen Medien Grenzen überschritten hätten. So habe sie Nachrichten erhalten, dass ihr Golden Retriever mit 40 Kilo zu fett sei. „Das ist halt ein großer Golden Retriever“, sagte von Platen, „der ist nicht zu fett.“ Außerdem sei das „Dog-Body-Shaming“.

Auch habe sie Feindseligkeiten zu spüren bekommen, nachdem sie sich auf ihrem Kanal zur Suche nach einer geeigneten Schule für ihre Kinder geäußert hatte. Vor allem, nachdem sie erwähnt hatte, selbst eine Waldorfschule besucht zu haben, hätten sie herabwürdigende Nachrichten erreicht. Ihr Fazit: „Wir sind hier auf Social Media und nicht bei Lanz oder der Tagesschau! (...) Man kann auch einfach weiter schalten und sein Leben genießen.“

Olivia von Platen und ihr Ehemann, der Ex-Porsche-Manager Detlev von Platen, haben zuletzt schwere Zeiten durchgemacht. Das Paar hatte eine Fehlgeburt zu verarbeiten und entschied sich, das Ereignis öffentlich zu machen – um anderen Frauen bei der Bewältigung von ähnlichen Erlebnissen zu helfen und das Thema aus der Tabuzone zu holen.