Tierärzte untersuchen in einem Gebäude der Naturschutzbehörde eine schwangere Sumatra-Tigerin, die tot aufgefunden worden war. Foto: AP

Trauriger Vorfall in Indonesien: Eine schwangere Tigerin ist in eine Falle geraten und an den Folgen ihrer Verletzungen gestorben.

Jakarta - Eine Sumatra-Tigerin ist in Indonesien von einer Tierfalle verletzt worden und gestorben. Das mit zwei Jungen trächtige Tier sei in der Provinz Riau in etwa 150 Metern Entfernung von der Schweinefalle gefunden worden, berichtete der Leiter der örtlichen Naturschutzbehörde, Suharyono, am Donnerstag.

Sumatra-Tiger sind die am stärksten vom Aussterben bedrohte Unterart der Tiger, weil der Dschungel, ihr Lebensraum, schrumpft. Etwa 400 Sumatra-Tiger sind noch am Leben. Der Tod in Riau ist ein Rückschlag für die Bemühungen um die Erhaltung der Tierart.

Die Tigerin sei mit einem weiblichen und einem männlichen Jungen trächtig gewesen, sagte Suharyono, der nur einen Namen benutzt. Sie sei etwa vier Jahre alt gewesen. Berichten zufolge sei sie vor wenigen Tagen in die Falle geraten. Sie sei entkommen und am Mittwoch in einer Schlucht gefunden worden. Ein Teil der Schlinge sei um ihren Körper geschlungen gewesen und habe ihre Niere verletzt.

„Wir werden für Ermittlungen mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten und einen Einsatz gegen Jäger und Fallen starten“, sagte Suharyono.

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