Erdrutsche und Überschwemmungen haben in Südasien zahlreiche Opfer gefordert. Foto: AFP

In Südasien hat Dauerregen in der Monsun-Saison Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst. Nach Angaben der Behörden kamen dabei mindestens 160 Menschen ums Leben.

Gauhati - Dauerregen in der Monsun-Saison hat von Nordindien über Nepal bis Bangladesch Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst, bei denen mindestens 160 Menschen ums Leben kamen. In Nordindien waren vor allem die Staaten Himachal Pradesh und Assam betroffen, hier meldeten die Behörden bis Montag 85 Tote. In Nepal wurden mindestens 75 Tote gezählt, in Bangladesch 20.

In Himachal Pradesh wurden die Bergungsarbeiten nach einem Erdrutsch in einem Dorf aufgenommen, der am Wochenende zwei Busse, zwei Autos und ein Motorrad unter sich begrub. 46 Leichen wurden bis Montag geborgen. Der Leiter des Bergungseinsatzes, Polizeikommissar Ashok Sharma, sagte, es sei ein weiterer Anstieg der Zahl der Toten zu befürchten. Einer der Busse liege unter einer 15 Meter tiefen Geröllschicht.

Der Erdrutsch wurde vom Dauerregen der jährlichen Monsun-Saison ausgelöst, die von Juni bis September dauert. Die tödlichen Folgen in dem Bezirk Mandi am Fuße des Himalayas sind aber durchaus auch von Menschen verursacht: In der Umgebung des Dorfes wurde der Wald weitflächig abgeholzt. Regenwasser fließt daher nun nahezu ungebremst von Vegetation talwärts, was Erdrutsche wahrscheinlicher macht.

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