Der Schnaps war selbstgepanscht – und tödlich. (Symbolbild) Foto: imago/Seeliger/snapshot-photography/ T.Seeliger

In Indien sterben 37 Menschen, nachdem sie gepanschten Schnaps getrunken haben. Vorfälle kommen dort immer wieder vor – besonders bei ärmeren Bevölkerungsgruppen.

Neu-Delhi  - In Indien sind mindestens 37 Menschen gestorben, nachdem sie gepanschten Schnaps getrunken haben. Dutzende weitere Menschen seien nach dem Konsum des Alkohols im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu in Krankenhäuser gebracht worden, berichteten örtliche Medien wie der Fernsehsender NDTV am Donnerstag unter Berufung auf die Behörden. Die Betroffenen litten demnach an Symptomen wie Magenkrämpfen, Erbrechen und Durchfall. 

Die Polizei habe viele Liter des gepanschten Getränks sichergestellt, das Laboruntersuchungen zufolge giftiges Methanol enthalte. In dem Zusammenhang seien mehrere Verdächtigte festgenommen worden, teilte der Regierungschef des betroffenen Bundesstaates, Muthuvel Karunanidhi Stalin, auf der Plattform X mit. Mehrere Beamten, die die Tat nicht verhindert hätten, seien zum Beispiel suspendiert oder versetzt worden.

In Indien kommen jedes Jahr Hunderte zumeist arme Menschen ums Leben, weil sie gepanschten Schnaps getrunken haben. Dieser ist billiger als kommerziell hergestellter, ist aber wie auch beim jetzigen Fall oft mit Methanol oder anderen Substanzen versetzt, die zu schweren Vergiftungen führen können.