Die letzte Schranke ist gefallen: Karin Kunth hat in Oberboihingen den Handbetrieb eingestellt. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie. Foto: Peter-Michael Petsch

Der letzte handbetriebene Bahnübergang im Land im Kreis Esslingen ist geschlossen worden.

Oberboihingen - Der letzte handbetriebene Bahnübergang in Baden-Württemberg ist in Oberboihingen (Kreis Esslingen) geschlossen worden. Die Gemeinde feierte mit Freibier, bricht mit der Schließung dort doch ein neues Kapitel Bahngeschichte an.

Statt minutenlang an der Schranke auf den Zug zwischen Plochingen und Tübingen zu warten, haben Autofahrer nun freie Fahrt: An drei Übergängen wurden Unterführungen gebaut.

„Jetzt geht es in die Zielgerade“

Die Pläne, die ebenerdigen Bahnübergänge abzuschaffen, sind 88 Jahre alt. Die Geldgeber konnten sich nicht über die Finanzierung einigen. Jetzt sind Bund und Bahn mit jeweils gut sieben Millionen Euro an der Gesamtmaßnahme beteiligt, das Land mit gut vier Millionen Euro, die Gemeinde mit der gleichen Summe, für die sie aber Zuschüsse erhält. „Jetzt geht es in die Zielgerade“, sagt Regierungspräsident Johannes Schmalzl.

Die neuen Unterführungen bringen Oberboihingen eine komplett neue Verkehrsführung. Die Bahn hat den fünf Schrankenposten eine Umschulung angeboten. Die meisten wollen aber Schrankenwärter bleiben: Sie gehen nach Bayern, wo es noch handbetriebene Übergänge gibt.

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