Der Mann wurde zu einer langen Haftstrafe verurteilt. (Symbolbild) Foto: dpa

Er trat einen Mann in Heidelberg fast zu Tode, nun muss ein 18-Jähriger für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Sein Mittäter wurde zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Heidelberg - Im Prozess um einen brutalen Angriff auf einen zur Tatzeit 36-Jährigen hat das Landgericht Heidelberg am Freitag den Haupttäter zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt - wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 18-Jährige im August vergangenen Jahres nach einem Streit aus nichtigem Anlass mehrfach auf den Schädel seines am Boden liegenden Kontrahenten eingetreten hat.

Der Mann überlebte die Attacke in Heidelberg nur mit viel Glück. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre gefordert, der Verteidiger eine Strafe nicht länger als drei Jahre, bestenfalls von zweieinhalb Jahren. Die Vorsitzende Richterin sprach von einem Gewaltexzess, den die Jugendkammer noch nie erlebt habe.

Ein weiterer junger Mann, der bei der Verfolgungsjagd nach der Auseinandersetzung dem späteren Opfer ein Bein gestellt und damit den Gewaltexzess erst ermöglicht hatte, wurde zu einer Einheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Auch er hat dem Gericht zufolge mindestens einmal zugetreten. Die Staatsanwaltschaft hatte in diesem Fall vier Jahre und zehn Monate beantragt. Zwei weitere Männer erhielten Strafen von jeweils zwei Jahren auf Bewährung -wegen unterlassener Hilfeleistung beziehungsweise Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung.

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