Städtische Angestellte sollen nicht mehr fürs Essen in der Kantine bezahlen, findet der Gesamtpersonalrat. Foto: dapd

Belegschaftsvertreter wollen den Menüpreis in Kantinen verteidigen – Essen soll 18 Cent mehr kosten.

Stuttgart - Die Absicht der CDU, das Essen für das städtische Personal um 18 Cent pro Menü zu verteuern und dafür mehr regionale Produkte auf den Speisezettel zu bringen, trifft beim Gesamtpersonalrat auf entschiedene Ablehnung. Im Moment gebe es keinen Anlass, an der Preisgestaltung für das Grundangebot zu drei Euro rumzumachen, sagte Markus Freitag auf Anfrage.

Für das Aktionsessen, das neben dem Grundangebot offeriert werde, dürften in den städtischen Betriebsrestaurants und Kantinen schon heute bis zu sechs Euro verlangt werden. Hier könnten ohne weiteres auch mehr regionale Produkte eingesetzt werden. Sogar ein zusätzliches Essensangebot zum Preis von bis zu elf Euro wäre denkbar, wenn zertifizierte Bioprodukte verwendet werden.

„Weiterhin ein günstiges Grundessen für Kollegen mit einem geringeren Einkommen.“

Am Grundangebot zum Preis von drei Euro, wofür es bisher ein Menü mit Fleisch und ein vegetarisches Menü gibt, will der Personalrat aber festhalten. Freitag: „Wir wollen weiterhin ein günstiges Grundessen für Kollegen mit einem geringeren Einkommen.“ Bevor die Esser mit erhöhten Preisen zur Kasse gebeten werden, müsste sich erst einmal die Subvention durch die Stadt erhöhen. Zuletzt sei das Budget für den Einkauf im Jahr 2009 sogar noch um 88.000 Euro gesenkt worden, sagte Freitag. Seit 2002 habe die Stadt bei diesem Budget auch nicht mehr die Inflationsrate ausgeglichen.

Diskutiert werden soll über das Essen in den Betriebsrestaurants am 20. Juni im Verwaltungsausschuss. „Ich sehe dem gelassen entgegen“, sagte Freitag.

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