Im Nationalpark Unteres Odertal wurde ein Elch gesichtet (Symbolbild). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Elche waren ursprünglich einmal in Deutschland heimisch, doch im Mittelalter wurden die Tiere ausgerottet. Doch ab und an verirren sich Tier auf alten Wegen wieder in die Bundesrepublik. In Brandenburg wurde nun wieder ein Exemplar entdeckt.

Schwedt - Im brandenburgischen Nationalpark Unteres Odertal ist erneut ein Elch gesichtet worden. Der Elchbulle mit bereits gut ausgebildetem Geweih sei am Freitag in den frühen Morgenstunden bei Criewen nahe Schwedt Richtung Südwesten unterwegs gewesen und habe eine Landesstraße passiert, teilte das Umweltministerium in Potsdam mit. In den vergangenen Jahrzehnten seien Elche auf ihrer Wanderschaft selten, aber regelmäßig im Nationalparkgebiet aufgetaucht.

Elche könnten am ehesten im Herbst, meist im September, im Nationalpark gesichtet werden, wenn junge Elchbullen in der Vor- und Hauptbrunft auf uralten Wegen von Ost nach West wanderten, hieß es. Aus den Jahren 2006 bis 2009 seien Elchnachweise gut dokumentiert. Angesiedelt hätten sie sich jedoch im Unteren Odertal noch nicht. Die Tiere wanderten in der Regel weiter oder zurück in die polnischen Ausgangsreviere. Wesentlich könnten Elchkühe mit Kälbern beobachtet werden. Dies sei im Nationalpark bei Criewen zuletzt 2002 geglückt.

Auch wenn Elche heute meist mit den skandinavischen Ländern in Verbindung gebracht würden, seien sie ursprünglich auch in Deutschland heimisch gewesen, aber im Mittelalter vom Menschen ausgerottet worden, hieß es weiter. Ansiedlungsversuche von Elchen zur Jagd in den 1930er Jahren in der Schorfheide seien fehlgeschlagen. Auch in Wildparks seien Elche aufgrund ihrer hohen Ansprüche an die Haltung nur selten zu finden.

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