In Wien soll es am Samstag Proteste geben (Archivbild). Foto: dpa/Hans Punz

Weil Österreich eine Impfpflicht einführt und einen Lockdown für alle verhängt, wollen am Samstag Gegner dieser Maßnahmen in Wien auf die Straße gehen.

Wien - In Wien wollen am Samstag tausende Gegner der Corona-Impfungen und des ab Montag geltenden landesweiten Lockdowns auf die Straße gehen. Es sind mehrere Demonstrationszüge geplant, zur größten Protestveranstaltung hat die rechtspopulistische FPÖ aufgerufen. Insgesamt werden nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA mindestens zehntausend Teilnehmer erwartet. Das Innenministerium ging im Vorfeld davon aus, dass sich auch Rechtsextreme unter die Demonstranten mischen werden.

Angesichts des sprunghaften Anstiegs der Corona-Infektionen in Österreich hatte die Regierung am Freitag drastische Maßnahmen angekündigt: Am Montag tritt ein neuer landesweiter Lockdown in Kraft, der auch für Geimpfte gilt und bis zu 20 Tage dauern soll. Zudem wird eine Impfpflicht eingeführt, bis zum 1. Februar muss jeder vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein. Österreich ist das erste Land in Europa, das angesichts der jüngsten Corona-Welle derart harte Maßnahmen ergreift.

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