Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim will sich im Nachhinein als befangen erklären. Foto: dpa

Der Oberbürgermeister von Schwäbisch Hall, Hermann-Josef Pelgrim, hat nach dem Verkauf eines Pflegeheims an seine Ehefrau Fehler eingeräumt. Der Verkauf hatte für Kritik unter den örtlichen Politikern gesorgt.

Schwäbisch Hall - Nach Kritik am Verkauf eines Pflegeheims an seine Ehefrau hat der Oberbürgermeister von Schwäbisch Hall, Hermann-Josef Pelgrim (SPD), Fehler eingeräumt. Er habe sich beim Verkauf des städtischen Objekts 2016 an seine Frau unter anderem nicht befangen gesehen, weil er von ihr getrennt lebe, sagte Pelgrim am Dienstag. Das sei aus heutiger Sicht ein Fehler, für den er um Entschuldigung bitte. „Aus diesem Grunde und um den Eindruck über den Anschein der Befangenheit entgegenzutreten, erkläre ich mich im Nachhinein für befangen und werde die Entscheidung über den Verkauf der Objektgesellschaft Haus Sonnengarten dem Gemeinderat erneut zur Beschlussfassung vorlegen“, teilte Pelgrim in einer Erklärung mit.

Örtliche Politiker hatten zuvor teils scharfe Kritik an dem seit rund 20 Jahren amtierenden Oberbürgermeister geäußert. Pelgrim habe vor der Entscheidung den Gemeinderat nicht darüber informiert, dass seine Frau Michaele Schick-Pelgrim unter den Bietern sei, lautete ein Vorwurf. Die städtische Grundstücks- und Wohnungsbaugesellschaft GWG hatte das Heim „Haus Sonnengarten“ für rund fünf Millionen Euro verkauft. Oberbürgermeister Pelgrim ist Aufsichtsratschef der GWG.

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