In Stuttgart fehlt es an Wohnungen. Foto: dpa

„Insbesondere seit 2014 geht die Schere zwischen den Kauf- und Mietpreisen deutlich auseinander“, sagt Stephan Kippes, Leiter vom Marktforschungsinstitut des Immobilienverbandes Deutschland (IVD), aber dennoch.

Stuttgart - Kann man schon von Entspannung sprechen, wenn der Preisanstieg nicht mehr so rasant verläuft wie zuletzt? Jedenfalls kommt Stephan Kippes, Leiter vom Marktforschungsinstitut des Immobilienverbandes Deutschland (IVD), bei der Vorstellung der IVD-Halbjahresübersicht „City-Report Stuttgart Herbst 2018“ zur Einschätzung, dass „eine deutliche Tendenz zu abgeschwächten Preisanstiegen beobachtet werden kann“. Trotzdem bleibt als Kernaussage der Marktforscher stehen: „Die Aufwärtsbewegung bei den Miet- und Kaufpreisen setzt sich im Herbst 2018 in Stuttgart weiter fort.“

Grundstücksmarkt: stark steigende Preise

Für Eigentumswohnungen aus dem Bestand zogen die Kaufpreise im Vergleich zum Frühjahr 2018 um durchschnittlich 4,2 Prozent auf 4480 Euro pro Quadratmeter an, bei Neubauten um 3,8 Prozent auf 6900 Euro pro Quadratmeter, jeweils auf guten Wohnwert bezogen. Die Mietpreise bewegen sich aktuell durchschnittlich zwischen 14 und 15,50 Euro pro Quadratmeter. In einer Doppelhaushälfte werde derzeit im Schnitt 1990 Euro Miete bezahlt.

Betrachtet auf einen Zeitraum von zehn Jahren seien in Stuttgart die Mietpreise um 44 Prozent gestiegen, die Kaufpreise für Eigentumswohnungen um 87 Prozent. „Insbesondere seit 2014 geht die Schere zwischen den Kauf- und Mietpreisen deutlich auseinander“, so Stephan Kippes.

Anders als bei den Immobilien stellt das Institut für den Grundstücksmarkt weiterhin stark steigende Preise fest. Baugrundstücke für Ein- oder Mehrfamilienhäuser seien im Halbjahresvergleich um fünf Prozent teurer geworden.

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