Auch in Baden-Württemberg treiben die Horror-Clowns ihr Unwesen. Foto: AFP

Immer häufiger bedrohen und erschrecken Horror-Clowns Passanten auch im Südwesten - manchmal kommt es sogar zur Gewalt. Wehrt euch gegen die „geistige Tiefflieger“, ruft die Polizeigewerkschaft.

Stuttgart - Auch im Südwesten mehren sich die Übergriffe sogenannter Grusel-Clowns. Zwei Männer in Clownsmasken haben einen 21-Jährigen in Ulm angegriffen. Er wurde bei der Attacke leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Das Opfer war in der Nacht zum Montag zu Fuß unterwegs, als er plötzlich von hinten einen Faustschlag in den Rücken bekam. Die Angreifer waren schwarz gekleidet und mit Clownmasken mit roten Perücken maskiert. Sie flüchteten unerkannt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Baden-Württemberg rief zum Widerstand auf - zumindest verbal.

Laut „Hau ab“ rufen

GdP-Landeschef Rüdiger Seidenspinner sagte dem Radiosender SWRinfo: „Die müssen einen gewissen geistigen Widerstand fühlen.“ Wer einem Grusel-Clown begegne, müsse auf ihn zulaufen und beispielsweise laut „Hau ab“ rufen. „Wir halten diese geistigen Tiefflieger für sehr gefährlich.“

In den USA und zahlreichen anderen Ländern machen Grusel-Clowns schon seit einiger Zeit die Straßen unsicher - zuletzt mehrten sich auch Berichte über Grusel-Clowns in Deutschland. Als Videos tauchen die makabren Streiche oft im Internet auf. Ein solcher Clown tauchte auch in Weil am Rhein auf. Demnach sprang der Unbekannte am Sonntag mit einem Messer in der Hand hinter einem Gebüsch hervor und erschreckte drei Jungen - die daraufhin verängstigt nach Hause rannten.

Mehrere Angriffe

Am Samstagabend versetzt ein Clown in Rottweil eine 19-Jährige in Angst und Schrecken. Sie war auf der Bahnhofstraße in Richtung Friedrichplatz unterwegs, als plötzlich ein Clown mit einem Baseballschläger aus dem Gebüsch sprang. Sie rannte zum Friedrichplatz und rief die Polizei. Am Freitagmorgen verfolgte ein Gruselclown eine 15-Jährige in Orsingen-Nenzingen im Kreis Konstanz am hellichten Tag, wie die Polizei mitteilte. Die Fahndung blieb auch hier erfolglos.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: