Besonders Hunehalter sind in Sorge, wenn sie ihre Tiere draußen von der Leine lassen. (Symbolfoto) Foto: dpa

Der Polizei im Südwesten werden immer mehr Fälle von Giftködern gemeldet. Waren es im Jahr 2014 noch 16 Anzeigen, stieg die Zahl im Jahr 2016 auf 30. Für 2017 werden ähnlich viele Fälle erwartet. Der Rems-Murr-Kreis ist besonders betroffen.

Stuttgart - Immer wieder kommen Tiere durch Giftköder ums Leben. Im Jahr 2014 seien 16 Giftköder-Fälle in Baden-Württemberg bei der Polizei angezeigt worden, im Jahr 2016 waren es 30, berichtet die „Südwest Presse“ aus Ulm am Samstag. Das Blatt beruft sich auf Zahlen des Landeskriminalamtes (LKA) in Stuttgart. Die diesjährigen Zahlen kann LKA-Sprecher Ulrich Heffner noch nicht nennen. Nur so viel: „Wir werden wohl die Anzahl von 2016 erreichen.“

Rems-Murr-Kreis und Kreis Esslingen betroffen

Besonders auffällig ist aus polizeilicher Sicht unter anderem der Rems-Murr-Kreis mit bisher vier Giftköder-Fällen. Ein Tatverdächtiger wurde nicht gefasst. Auch im Kreis Esslingen sind in den vergangenen Jahren mehrere Hundehasser zu Werke gewesen.

Hundehalter setzen dabei vor allem auf das Internet und soziale Netzwerke. Beinahe jede Stadt oder jeder Kreis hat eine Facebook-Seite mit dem Namen „Giftköder-Alarm“. Eine der größten Seiten heißt Giftköder-Radar.com und hat etwa 177 000 Abonnenten. Dort blickt man auf eine Deutschlandkarte mit Markierungen, wo Gift- oder Nagelköder gefunden wurden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: