Bezirksvorsteherin Andrea Klöber, Joachim Maier von der Agentur Vereinigte Kunstwerke und Jochen Heidenwag (v. l.) bei der Präsentation von „Feuerbach ist bunt“. Foto:  

Seit dem Zukunftsforum wird intensiv daran gearbeitet, wie der Stadtbezirk aufgewertet werden kann. Beispielsweise wurde in einer Umfrage die Zufriedenheit der Feuerbacher mit ihrem Stadtbezirk untersucht.

Feuerbach - Mit Imagekampagnen ist das so eine Sache. Viele Stuttgarter haben den Slogan von der „Großstadt zwischen Wald und Reben“ längst vergessen. Unvergessen ist dagegen das, was dem gemeinen Volk anschließend dazu einfiel: „Stuttgart – Großstadt zwischen Hängen und Würgen.“

Es kann aber auch anders laufen. Als die Firma Bosch anlässlich ihres 125-Jahr-Jubiläums im Jahr 2011 bei der Feuerbacher Bezirksvorsteherin Andrea Klöber und dem Vorsitzenden des örtlichen Gewerbe- und Handelsvereins Jochen Heidenwag nachfragte, ob sich der Stadtbezirk nicht beim „Bosch Experience Day“ vorstellen wolle, ließ man sich nicht lange bitten. Mitglieder der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit aus den Reihen des Zukunftsforums ergriffen die Chance und starteten die Imagekampagne „Wir sind Feuerbach – Feuerbach ist bunt“, die von der Feuerbacher Agentur „Vereinigte Kunstwerke“ umgesetzt wird.

Großfotografien auf 18 Bannern

Die Resonanz war äußerst positiv. Im Mittelpunkt der Imagekampagne stehen markante Feuerbacher Gesichter. Alteingesessene und Zugewanderte, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Leute aus allen Altersschichten und aus den verschiedensten Berufsgruppen. Schließlich leben Personen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen eng beieinander. Großfotografien auf 18 Bannern sind zu sehen. Zudem werden Postkarten, Aufkleber und auch eine Broschüre gedruckt. Dazu werden Infotafeln bei Bosch und bei Marktkauf aufgestellt. Auch im Internet auf Feuerbach.de und bald auch im Gewerbeverzeichnis wird die Kampagne publik gemacht. „Unser Ziel ist es, die Attraktivität Feuerbachs zu steigern und sie ins rechte Licht zu rücken“, sagt Jochen Heidenwag. Er stellte das Projekt in der vergangenen Bezirksbeiratssitzung vor. Die Ausgangsfrage ist: Was bringt das beste Angebot, wenn niemand etwas darüber erfährt? Deshalb sei es wichtig, all diejenigen, die hier wohnen oder aber auch tagtäglich arbeiten, über das zu informieren, was es an Angeboten gebe.

Befragung zur Zufriedenheit mit dem Stadtbezirk

Um zu erfahren, wie zufrieden die Feuerbacher mit ihrem Stadtbezirk sind, wurde zudem eine Befragung von Bürgern im Zeitraum Dezember 2012 bis Januar 2013 durchgeführt. Gute bis sehr gute Noten erhalten das Schulangebot, die Verkehrsanbindung, das Vereinsleben und die ärztliche Versorgung. „Wir haben 250 Anbieter im Gesundheitsbereich, das ist eine enorm hohe Dichte“, sagte Heidenwag. Nicht ganz so positiv schneiden die kulturellen und gastronomischen Angebote im Bezirk ab. „Am häufigsten wird ein attraktives Café und eine Bar gewünscht, sowohl von den Jüngeren wie von den Älteren“, berichtete Heidenwag. Zudem werden Restaurants mit Außenbereich vermisst. Zu den meist genannten Wünschen gehören auch mehr Parkmöglichkeiten. Die Note ‚befriedigend’ – und damit die schlechteste Zensur – erhalten Sauberkeit und Stadtbild. „Der Einzelhandel erhält immerhin ein ‚gut’“, so Heidenwag. Auch in Zuffenhausen und Korntal werden die Feuerbacher Einkaufsmöglichkeiten positiv bewertet.

Im Ergebnis stehe der Stadtbezirk gut da, „mit enormem Entwicklungspotenzial in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens“. Feuerbach als Marke zu etablieren, sei ein langer und beschwerlicher Weg. „Doch wir haben den Gipfel im Blick.“

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