Der Plochinger Weihnachtsmarkt zeigt sich auch in diesem Jahr wieder „märchenhaft“. Foto: Stadt Plochingen

Wer keine Lust auf Menschenmassen oder Weihnachtsmarkt-Einheitsbrei hat, für den gibt es Alternativen – auch in der Region Stuttgart. Einige Tipps.

Die ersten Buden im Südwesten stehen schon, und auch die großen Weihnachtsmärkte im Land und der Region starten bald. Wer dem ganz großen Trubel nichts abgewinnen kann und trotzdem einen Glühwein in Gesellschaft trinken will, oder das ein oder andere Präsent erstehen möchte, ist vielleicht auf einem der kleineren, besonderen Märkte in der Nähe gut aufgehoben. Wir haben zehn Tipps aus der Region Stuttgart zusammengestellt.

 

Märchenhafte Weihnachtsmärkte in Plochingen und Böblingen

Natürlich dominiert der große Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt, der bundesweit als einer der schönsten gilt, im Landkreis Esslingen das Geschehen, doch auch andernorts gibt es einige besondere, weihnachtliche Märkte. Die Stadt Plochingen etwa mag es seit vielen Jahren „märchenhaft“, was sich in der Budenstadt selbst und im Begleitprogramm widerspiegelt. Von Freitag, 28. November, bis Sonntag, 30. November, verwandelt sich die Innenstadt auch heuer wieder in einen „Märchenwald“: freitags von 17 bis 21 Uhr; samstags von 13 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr.

Der Weihnachtsmarkt in Böblingen findet wieder auf dem historischen Marktplatz statt. . Foto: Stefanie Schlecht

Dasselbe Motto hat auch die „Böblinger Märchenweihnacht“. Nach einem jahrelangen Quartier am Unteren See ist der Böblinger Weihnachtsmarkt 2023 wieder auf den historischen Marktplatz in der Altstadt zurückgekehrt. Dort bespielt er von 26. bis 30. November das Märchenmotto mit liebevoll gestalteten Elementen und einer heimeligen Atmosphäre.

In Baltmannsweiler (Kreis Esslingen) war der Weihnachtsmarkt vor vielen Jahren noch mit einer Bude und einer Portion Selbstironie – als „kleinster Weihnachtsmarkt Deutschlands“ gestartet. Am ersten Adventssonntag gibt es inzwischen zwar einige Stände mehr, seine „Kuscheligkeit“ hat sich der Markt in der Schurwaldgemeinde aber bewahrt. Am 30. November zwischen 11 und 18 Uhr können sich die Besucherinnen und Besucher davon auf dem und rund um den Marktplatz überzeugen.

Weihnachtsmärkte im Zeichen von Tannen- und Christbäumen

Der höchste Weihnachtsmarkt im Landkreis Ludwigsburg – auf 476 Metern – ist der Christbaummarkt in Prevorst. Die Schneewahrscheinlichkeit ist hoch (oder zumindest höher als im restlichen Kreis). Es gibt Christbäume, die wachsen rund um das Dorf, und jede Menge Selbstgemachtes: von weihnachtlicher Deko bis zur Lammbratwurst. Termine: 7. Dezember, 13. Dezember, 14. Dezember, 20. Dezember und 21. Dezember.

Tannen dominieren das Bild: der Rudersberger Adventswald Foto: Gottfried Stoppel

Apropos Tannen: Mächtige, leuchtende Exemplare bilden die Kulisse des Rudersberger Adventswalds im Rems-Murr-Kreis. Unter den ausladenden Ästen entsteht auf dem Alten Rathausplatz ein geschützter, fast märchenhafter Raum, der an allen vier Adventswochenenden geöffnet ist – freitags von 17 bis 22 Uhr, samstags von 16 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 20 Uhr. Zwischen Fachwerk und tausenden kleinen Lichtern reihen sich Dutzende Stände mit Speisen, Getränken, Kunsthandwerk und Selbstgemachtem aneinander. Eine Kindereisenbahn, Musik und kleine Programmpunkte sorgen für eine warme, vorweihnachtliche Atmosphäre.

Mitten im Wald findet auch der „Waldweihnachtsmarkt Weiler Hütte“ (Kreis Böblingen) statt. Am Samstag, 20. Dezember von 13 bis 20 Uhr und am Sonntag, 21. Dezember von 11 bis 18 Uhr werden dort um die Hütte, die dem Markt seinen Namen gibt, neben Glühwein auch Selbstgemachtes und Leckereien angeboten. Sollte es schneien, ist es umso schöner.

Weihnachtsmarkt in der Halle und in der Mühle

Keine Lust auf kalte Füße? Dann ist der Weihnachts- und Hobbykünstlermarkt in Erdmannhausen (Kreis Ludwigsburg) vielleicht etwas. Der Markt findet am 30. November (11 bis 17.30 Uhr) bei angenehmen Temperaturen in der Halle auf der Schray statt. Auch hier ist alles Handgemacht: weihnachtliche Deko, Gutsle, Gsälz und vieles mehr. Hier kann man das eine oder andere Geschenk für Weihnachten finden – und an einem großen Kuchenbuffet auswählen.

Rund um die historische Glattenzainbachmühle in Murrhardt-Kirchenkirnberg (Tälestraße 21) entsteht Mitte Dezember ein stimmungsvolles Adventsambiente im Rems-Murr-Kreis. Die Mühlenweihnacht beginnt am Samstag, 13. Dezember, ab 14 Uhr, wenn Hof und Gelände erstmals im Schein von 1000 Lichtern erstrahlen. Am Sonntag, 14. Dezember, ab 11 Uhr öffnet die Mühle erneut und bietet mit Lesungen, Führungen durch die Mühle, einem kleinen Gedichtewald, Bastel- und Mitmachangeboten sowie einer großen Feuerstelle ein ruhiges, familienfreundliches Programm. Angeboten werden ausschließlich regionale Speisen und Getränke. Eine Fackelwanderung rundet den Adventsabend ab. Da direkt an der Mühle nicht geparkt werden kann, empfiehlt sich ein kurzer Fußweg aus dem Ort.

Kein Kommerz: Das Adventsdörfle in Leonberg Foto: Archiv/Simon Granville

Ein „Adventsdörfle“ gibt es an drei Wochenenden (zwischen dem 28. November und dem 14. Dezember) auf dem Leonberger Marktplatz. „Das Adventsdörfle steht für Zusammenhalt, Gemütlichkeit und Begegnung“, schreibt die Stadt in ihrer Ankündigung. Das Besondere: Der Markt wird ausschließlich von Leonberger Vereinen, Schulen und gemeinnützigen Organisationen bewirtet – ohne kommerzielle Händler.

In Stuttgart gibt es einen großen – und etliche kleine Weihnachtsmärkte. Als „bunte Alternative zum Standardangebot an Weihnachtsmärkten“ präsentiert sich auf dem das Winterdorf „Wouahou“ auf dem Marienplatz (21. November bis 21. Dezember). Eingroßes, beheiztes mit Holzboden ausgestattetes Riesen-Tipi bildet das Herzstück, drumherum gibt es etliche Stände – außerdem „untypische Kulinarik“.