Wohnstraßen haben beim Salzstreuen eine untergeordnete Priorität. Foto: Zweygarth

Ein Lastwagen kam im Sonnenbühl zum Rutschen – Grund für den AWS in der Wohnstraße Salz zu streuen. Eine Anwohnerin beschwert sich jedoch über zu viel Salz auf der Fahrbahn.

Möhringen
Der Winterdienst auf steilen Wohnstraßen wie der Abraham-Wolf-Straße und der Straße Im Sonnenbühl soll verbessert wird. Dies hatte der Bezirksbeirat bereits im Oktober 2011 gefordert. Doch der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) lehnte das Ansinnen damals ab. Die Begründung: Wohnstraßen würden nur mit untergeordneter Priorität und entsprechend der personellen und finanziellen Möglichkeiten geräumt.

Die jüngsten Ereignisse scheinen jedoch die Haltung des AWS ein wenig geändert zu haben. Denn am 22. Februar und 6. Januar geriet jeweils ein Lastkraftwagen wegen der winterlichen Verhältnisse auf der steilen Straße Im Sonnenbühl ins Rutschen. Anfang der Woche ließ der AWS daher vorsorglich Salz streuen. Doch Undank ist der Weltenlohn. Denn bei Schultes Jürgen Lohmann schellte das Telefon. Am anderen Ende der Leitung war eine Anwohnerin der Straße und beschwerte sich, dass so viel Salz auf die Fahrbahn geworfen worden sei. „Man kann es den Leuten eben nicht recht machen“, kommentierte Lohmann in der Bezirksbeiratssitzung am Dienstag.

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