Die Betriebsseelsorger-Stelle im evangelischen Kirchenbezirk Böblingen war lange vakant. Ab April übernimmt Pfarrerin Uschi Buck aus Herrenberg.
Nach dem Abschied von Pfarrer Andreas Hiller im Oktober 2024 war die evangelische Betriebsseelsorge im Kirchenbezirk Böblingen eineinhalb Jahre nicht besetzt. Jetzt gibt es mit Pfarrerin Uschi Buck eine Nachfolgerin.
Sie ist aktuell Gemeindepfarrerin im Kirchenbezirk Herrenberg und wird ihren Dienst Mitte April antreten. Sie wird mit ihrem Ehemann und den drei gemeinsamen Kindern in Herrenberg-Gültstein wohnen bleiben und in den Kirchenbezirk Böblingen pendeln. Am Sonntag, 19. April, um 10 Uhr führt Dekan Markus Frasch sie in einem Gottesdienst in der Sindelfinger Martinskirche in ihr Amt ein.
Stelle auf 50 Prozent reduziert
Die Betriebsseelsorge bezieht Stellung im Kontext von Missständen in der Arbeitswelt, begleitet Betriebs- und Personalratsgremien und berät Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz Schwierigkeiten haben oder ihre Arbeitsstelle verloren haben.
Auch wenn die Stelle im Zuge der Pfarrplankürzungen auf 50 Prozent reduziert wurde, möchte Pfarrerin Uschi Buck daran mitwirken, Kirche im „normalen“ Alltag der Menschen sichtbar zu machen. Gerade an den industriellen Standorten in Sindelfingen und Böblingen braucht es ihrer Überzeugung nach eine Kirche, die sich für die Menschen in der Arbeitswelt und gute Arbeitsbedingungen einsetzt, ganz besonders in Zeiten zunehmend prekärer Arbeitssituationen. „Ich möchte mich für Wert und Würde der Menschen und Gerechtigkeit im Kontext der Arbeitswelt einsetzen“, erklärt Uschi Buck.
Nach neun Jahren im Kirchenbezirk Herrenberg freue sie sich auf die neue Herausforderung im städtischen und betrieblichen Milieu und auf die ökumenische Zusammenarbeit mit der katholischen Betriebsseelsorge, so Buck.