In Stuttgart ist im Jahr 2015 ein Gourmet- und Kulturfestival an ungewöhnlichen Schauplätzen geplant. Foto: dpa

Mit einem Wein-, Gourmet- und Kulturfestival der Extraklasse in Stuttgart und der Region im Frühsommer 2015 könnte vor allem die zahlungskräftige Kundschaft angesprochen werden.

Mit einem Wein-, Gourmet- und Kulturfestival der Extraklasse in Stuttgart und der Region im Frühsommer 2015 könnte vor allem die zahlungskräftige Kundschaft angesprochen werden.

Stuttgart - Weinevents gibt es viele – und sie machen sich oft gegenseitig Konkurrenz. War für den Frühsommer 2015 in Stuttgart angedacht ist, wäre jedoch konkurrenzlos: Im Auftrag der Weintafel, einem losen Bündnis hiesiger Weinerzeuger, Gastronomen und Genießer um den früheren Messechef Rainer Vögele, hat der Esslinger Kommunikationsberater Wulf Wager ein Konzept entworfen. Bei dieser Vinalia, wie das Weinfest genannt wird, sollen drei Wochen lang Spitzenweine, Kreationen von hiesigen Gourmetköchen und Auftritte hochkarätiger Künstler aus dem Südwesten kombiniert werden. An außergewöhnlichen Schauplätzen wie der Straßenbahnwelt in Bad Cannstatt, im Musikinstrumentenmuseum am Schillerplatz, auf einem Neckarfloß oder in der Damaszenerhalle der Wilhelma könnten die Gäste genussvolle Stunden erleben.

Ein Abend etwa beim „Wein-Jazz“ mit Pianist Wolfgang Dauner und seinem Sohn Florian am Schlagzeug, fürs Porsche-Museum in der Diskussion, käme inklusive Menü auf 220 Euro. Ein derartiges Festival ließe sich langfristig wirtschaftlich realisieren, ist Wager überzeugt. Als Termin peilt die Weintafel 2015 an. Das Gesamtbudget läge bei 1,1 Millionen Euro – zur Realisierung müssten nach dem Konzept allerdings 600.000 Euro von Sponsoren eingetrieben werden. Ein Ziel ist, den hiesigen Rebensaft auch jenen Weintrinkern schmackhaft zu machen, die bisher noch Tropfen aus Frankreich, Italien oder Kalifornien bevorzugen.

Bei Stuttgart Marketing wurde die Idee kürzlich vorgestellt. Dort gibt man sich allerdings noch zurückhaltend. Derzeit laufe die Prüfung, was aus diesem „Füllhorn an Ideen“ wie und wann umsetzbar sei, so Prokuristin Andrea Gehrlach. Entscheidungen seien erst im nächsten Jahr zu erwarten.

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