Die städtische Oase hat gebrannt. Foto: W. Kuhnle

Pflanzen des „Grünen Zimmers“ auf dem Rathaushof in Ludwigsburg haben am Dienstagabend gebrannt. Die Polizei sucht Zeugen.

Das „Grüne Zimmer“, die kleine Erholungsoase auf dem Rathaushof in Ludwigsburg, hat am frühen Dienstagabend gebrannt. Laut Angaben der Polizei sind bislang unbekannte Täter dafür verantwortlich, die gegen 18.35 Uhr einen Baum auf der Grünfläche in Brand gesetzt haben sollen.

Rund drei Quadratmeter der speziell eingerichteten Vegetationsfläche hinter dem Kulturzentrum seien dadurch beschädigt worden. Passanten seien auf den Brand aufmerksam geworden, so die Polizei – und hätten diesen eigenständig gelöscht, bevor die Feuerwehr eintraf.

Wie hoch der Schaden ist, untersucht die Polizei aktuell noch. Das Polizeirevier Ludwigsburg bittet Zeugen, die Hinweise zur Tat geben können, um Hilfe. Die Stadtverwaltung Ludwigsburg konnte bislang keine Angaben zum Vorfall machen und was der Brand für die Grünfläche auf dem Rathaushof bedeutet.

Durch Grünflächen Innenstädte entlasten

Das „Grüne Zimmer“ gibt es in Ludwigsburg seit 2014, die kleine Parkanlage besteht aus rund 7000 Pflanzen und 30 verschiedenen Pflanzenarten auf einer Fläche von 140 Quadratmetern. Die Anlage ist Teil des EU-Forschungsprojektes „Turas – nachhaltige Städte und Regionen“ und soll den Ludwigsburger Rathaushof für den Klimawandel wappnen.

In Zukunft werden sich dicht bebaute und schlecht durchlüftete Innenstädte immer weiter aufheizen. Sogenannte Klimakomfortzonen, die den Aufenthalt in der Stadt erträglicher machen, werden laut Umweltbundesamt immer wichtiger.

Mehr Grünflächen sind dabei eine wichtige Maßnahme, da sie sich positiv auf das Klima auswirken und ökologische Nischen mitten in der Stadt schaffen. Beim „Grünen Zimmer“ kommen dabei Baumwände und mit verschiedenen Stauden bepflanzte Modulbaukästen zum Einsatz. Sie spenden Schatten und sorgen für Abkühlung. Eine Bewässerungsanlage aus Regenwasser sorgt dafür, dass die Maßnahme nachhaltig betrieben werden kann.