Der ehemalige VfB-Trainer Huub Stevens gibt Markus Weinzierl wichtige Ratschläge für seine Zeit beim VfB. Foto: Pressefoto Baumann

Huub Stevens war der Retter des VfB Stuttgart. Zwei Mal bewahrte er den Verein als Trainer vor dem Abstieg. Markus Weinzierl steht seine erste Partie beim VfB noch bevor – Stevens gibt ihm Ratschläge.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat am kommenden Samstag (15.30 Uhr/ Liveticker) eine schwere Aufgabe vor sich. Als Tabellenletzter empfängt das Team von Trainer Markus Weinzierl den Spitzenreiter Borussia Dortmund. Der ehemalige VfB-Trainer Huub Steven hat für den Neuling einen wichtigen Rat.

Immerhin kann Stevens auf eine ähnliche Situation beim VfB Stuttgart zurückblicken. Zwei Mal verhinderte er als Retter den Abstieg des Vereins.

Für Markus Weinzierl hingegen ist es die erste Partie an der Seitenlinie der Schwaben. Für seinen Kollegen hat Stevens einen Rat: „Markus muss schnell merken, dass die Erwartungen in Stuttgart sehr hoch sind. Da gibt es Druck. Das liegt auch an Mercedes, die sehr hohe Erwartungen haben und Erfolg sehen wollen. Sie lassen dich arbeiten und mischen sich nicht ein, aber du spürst diesen Druck“, sagte er in einem Interview der Bild-Zeitung.

Mercedes hält beim VfB Stuttgart nicht nur die Namensrechte an der Arena, sondern ist mit der Mercedes-Benz Bank auch Hauptsponsor und hält 11,75 Prozent der Club-Anteile.

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Im Verein herrscht ein Druck, mit dem Stevens damals nur schwer klar kam, wie er im Interview weiter verrät: „Ich kann mich noch gut an mein erstes Gastspiel in Stuttgart erinnern. Die Zeit bis zum Klassenerhalt war so anstrengend, dass ich kurz vor dem Burn-out stand. Da habe ich zu Fredi Bobic (damaliger Sportdirektor, Anm. d. Red.) gesagt: ‚Bis hierhin und nicht weiter. Ich muss jetzt eine Pause machen!’“

Aber der Ex-Trainer findet auch versöhnliche Worte für den VfB. Stuttgart würde auch Spaß machen und der Verein hochprofessionell arbeiten. „Und eine Stadt wie Stuttgart verdient einen Bundesligisten“, so Stevens.

Den Abgang von Weinzierls Vorgänger Tayfun Korkut kann der 64-Jährige hingegen nicht ganz nachvollziehen und kritisiert auch den VfB-Sportchef Michael Reschke. „Diese Art und Weise passt nicht zum VfB und eigentlich auch nicht zu Michael. So etwas kratzt an der Glaubwürdigkeit und fällt einem auf die Füße“, sagt Stevens zur Bild.

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