Die Zahl der Opfer durch den Hurrikan „Irma“ steigt. Foto: Getty

„Irma“ richtet in der Karibik schwerste Zerstörungen an. Erste Inseln sind nahezu völlig zerstört. Die Zahl der Toten steigt. Experten haben den Kurs des Hurrikans berechnet.

Pointe-à-Pitre - Die Zahl der Todesopfer durch den Hurrikan „Irma“ in der Karibik ist auf mindestens zehn gestiegen. Allein auf der Insel Saint-Martin kamen nach Behördenangaben mindestens acht Menschen ums Leben, ein weiteres Todesopfer gab es auf Barbuda.

Mindestens 21 Menschen wurden auf Saint-Martin verletzt, wie der Katastrophenschutz am Donnerstag mitteilte. Auf Barbados starb ein Jugendlicher, der während des Wirbelsturms surfte. Der Wirbelsturm war am Mittwoch über die Region hinweggefegt. D

er Verwaltungschef des französischen Teils von Saint-Martin erklärte, die Insel sei „zu 95 Prozent zerstört“. Auch auf Barbuda waren die Schäden nach Angaben der Regierung gewaltig. Auf Barbados kam ein 16-jähriger Profi-Surfer um, der während des Hurrikans im aufgewühlten Meer surfte. Nach Angaben der Welt-Surfliga wurde er auf ein Riff geschleudert.

Welchen Kurs nimmt Wirbelsturm Irma?

Der Hurrikan der Kategorie fünf bewegt sich auf den US-Staat Florida zu. Welchen Kurs „Irma“ nehmen könnte, haben die Experten des US-Hurrikanzentrums berechnet.

- Am Mittwoch um etwa 1 Uhr Ortszeit (0700 MESZ), zog „Irma über die Karibikinsel Barbuda, mittags hatte der Sturm die Jungferninseln erreicht, am Mittwochabend war der Sturm nördlich des US-Außengebiets Puerto Rico.

- Am Donnerstag um 2 Uhr morgens (0800 MESZ) befand sich das Zentrum des Hurrikans 225 Kilometer nordwestlich von Puerto Ricos Hauptstadt San Juan.

- Etwa um 20 Uhr Ortszeit (Freitag 0200 MESZ) könnte „Irma“ die britischen Turks- und Caicosinseln erreicht haben.

- Setzt „Irma“ ihren bisherigen Kurs fort, würde der Sturm dann weiter Richtung Nordwesten und sich zwischen den Bahamas und der Nordküste der Dominikanischen Republik und Haiti bewegen. Um 20 Uhr Ortszeit (0200 MESZ Samstag) könnte der Sturm nördlich von Kuba sein.

- In den darauf folgenden 24 Stunden zieht „Irma“ den Prognosen zufolge weiter im Norden von Kuba in Richtung Florida. Die ersten Ausläufer könnten den US-Staat demzufolge am Samstag um 20 Uhr (0200 MESZ Sonntag) erreichen.

- Die Voraussagen werden ungenauer, je weiter sie in die Zukunft gehen. Bis Sonntagabend 20 Uhr (Montag 0200 MESZ) sieht das Hurrikanzentrum den Sturm auf der Höhe der Stadt Palm Beach.

- 24 Stunden später könnte „Irma“ sich entlang der US-Ostküste bis zur Grenze der Bundesstaaten Georgia und South Carolina bewegt haben.

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