Schnelles Netz, in Englisch fast net, macht wohl Geistesverwirrung, meint unser Kolumnist Ulrich Stolte.
Nichts scheint so langsam zu gehen wie das schnelle Internet. Die Baufirmen gehen pleite und pfuschen, die Anbieter haben kein Interesse, und der Kunde wartet und wartet. Aber vielleicht ist das gar nicht so schlimm.
Denn es hat ja noch keiner bedacht, welche üblen Folgen dieses schnelle Net haben kann, dieses fast net, um es mal englisch professionell auszudrücken. Seit Donnerstag jedenfalls scheint dieses Fastnet flächendeckend in den Städten und Gemeinden in Betrieb gegangen zu sein, und jetzt schon zeigen sich in dieser Phase bis Mittwoch verheerende Auswirkungen auf die Psyche der Menschen.
Mit hölzernen Masken die Straße gestürmt
Es gibt durchaus glaubhafte Berichte, dass sich nach Einführung des Fastnet die Menschen komplett verändert haben. Sie sollen, so wurde an mehreren Orten im Landkreis beobachtet, mit hölzernen Masken auf die Straße gestürmt sein, um dort vorzugsweise harmlose Passanten mit Sägemehl zu traktieren und ihnen die Schuhbändel zu klauen. Mehr noch, Augenzeugen berichten, dass dieses Fastnet die Leute dazu gebracht haben soll, sich vermummt zusammen zu rotten und wirre Weisen schmetternd in kleinen Gruppen durch die Gassen zu ziehen.
Fasnet feiern bis zum Filmriss
Anschließend hätten sie ihre Geisteszerrüttung durch Unmengen an Alkohol bis zum Filmriss abgetötet, was an sich schon schlimm genug wäre, schlimmer noch aber ist, dass, angereichert mit allerlei obszönen Reim-Gesängen auf „Friseusen“ und „Schritten“, vor allem die Männer eine Art Mutterperson namens Layla angerufen haben, und die Frauen, was wohl als das höchste Maß menschlichen Verkommens angesehen werden muss, sich so ähnlich wie Nachtti-Schlampen aus den Siebzigern bezeichnet haben.