Bei den Verbandsliga-Handballern der HSG Böblingen/Sindelfingen geht eine Ära zu Ende. Für Marco Cece steht das letzte Heimspiel als Trainer an – nach mehr als zehn Jahren im Verein.
Auf Marco Cece wartet am Samstag ab 20 Uhr ein ganz besonderer Abend in der Murkenbachhalle. Die Partie der Verbandsliga-Handballer von der HSG Böblingen/Sindelfingen gegen die HSG Rottweil wird sein letztes Heimspiel als Trainer sein.
Die SG H2Ku Herrenberg II muss derweil zum dritten Mal in Folge auswärts ran. Am Samstag ab 20 Uhr läuft das abgeschlagene Schlusslicht in der Stegwiesenhalle beim nur marginal besser dastehenden Mitabsteiger SV Remshalden auf.
HSG Böblingen/Sindelfingen – HSG Rottweil
Nach mehr als zehn Jahren als Coach bei den BöSis wird Marco Cece nach dieser Saison kürzertreten. „Ich glaube, ich bin hier von Anfang an dabei“, blickt er zurück. Zuerst im Jugendbereich, später als Übungsleiter der zweiten Mannschaft und nun seit vier Jahren bei der Ersten.
Doch an den großen Abschied möchte er erst später denken. „Noch fühlt es sich nicht komisch an“, betont er. Stattdessen legt er das Hauptaugenmerk auf das Sportliche: „Ich bin fokussiert und möchte noch das Maximale erreichen.“ Bei einem Sieg stehen die Chancen optimal, die Saison als Tabellendritter zu beenden. Damit hätten nach dem holprigen Saisonstart mit einer 33:38-Niederlage im Hinspiel just beim nächsten Gegner nicht viele gerechnet. „Doch wir haben seither eine sehr gute Entwicklung genommen“, erzählt Cece stolz. Diese möchte er nun veredeln: „Ich wünsche mir nichts mehr als einen Sieg beim letzten Auftritt vor eigenem Publikum“, fügt er hinzu.
Hinspiel bei HSG Rottweil hat HSG Böblingen/Sindelfingen verloren
Mit Michael Fangerow kann er wieder auf einen wichtigen Mann zurückgreifen. Dafür sieht es bei Lowis Englert nach dessen Kopfzusammenprall während der Begegnung in Ditzingen nicht gut aus.
Neben Cece werden Marvin Seeger (Karriereende), Sebastian Bock und Schlussmann Nikaas Thiruvarudsri verabschiedet. Zudem wird Robin Dörner künftig für die Reserve auflaufen. Keeper Moritz Maaß wird die Schuhe nach seiner langen Verletzung ebenfalls an den Nagel hängen, dem Verein jedoch als Torwarttrainer erhalten bleiben.
SV Remshalden – SG H2Ku Herrenberg II
Für beide Teams steht der Gang in die Landesliga fest, zu klar und eindeutig waren die Ergebnisse in dieser Klasse. Die Gastgeber (9:39 Punkte) sind noch minimal besser unterwegs als die Gäste (2:46 Punkte) und haben auch das Hinspiel auswärts klar mit sieben Toren Unterschied gewonnen.
Die Zweite des Gäuklubs konzentrierte sich in den jüngsten Einheiten auf eine körperliche und dynamische Abwehrarbeit in Verbindung mit schnellem Umschaltspiel. So soll die Truppe selbst zu einfach Treffern kommen und darüber hinaus Tempogegenstöße unterbinden.
SV Remshalden und SG H2Ku Herrenberg II sind sichere Absteiger
„Die Luft ist naturgemäß raus, wenn zwei Absteiger in der vorletzten Partie einer Saison aufeinandertreffen“, weiß SG-II-Co-Trainer Maxi Schöllkopf. „Dennoch möchten wir uns nicht aufgeben und bis zum Schluss um Punkte kämpfen“, verspricht er Entschlossenheit und Engagement.
Mit Miro Mezger und Tom Bühler fehlt ihm der komplette Innenblock. Marcel Braitmaier und Andreas Kohler fallen verletzungsbedingt aus, Schlussmann Nicolas Rhotert ist privat verhindert. Simon Gogl, Luka Lasovic und Lennart Turek unterstützen darüber hinaus die eigenen Dritte.