Til Schweiger konnte in den USA mit "Head Full of Honey" nicht landen Foto: 2013 Alec Michael/ImageCollect

Nach sechs Tagen abgesetzt: Til Schweigers Remake von "Honig im Kopf" wurde in den USA von den Kritikern zerrissen. Das sagt der Filmproduzent selbst dazu.

Bescheidener hätte es für Til Schweiger (54) und sein US-Remake von "Honig im Kopf" nicht laufen können. Am 30. November feierte "Head Full of Honey" in zwei New Yorker Kinos und zwei weiteren in Los Angeles Premiere. Nach nur sechs Tagen wurde der Streifen wieder abgesetzt. Der Grund: Die Besucherzahlen waren einfach zu schlecht, ebenso wie die vernichtenden US-Kritiken. Eine Tatsache, die Schweiger offenbar nicht nachvollziehen kann.

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Der 54-Jährige habe mit eigenen Augen gesehen, dass sein Film beim amerikanischen Publikum gut angekommen sei. "Die Reaktionen waren mit denen in Deutschland identisch", meint er im Gespräch mit der Zeitschrift "Bunte". Man habe im Kinosaal in Los Angeles nicht nur "geweint, gelacht und geklatscht", sondern die Menschen seien am Filmende auch "lange sitzen geblieben", schildert der Produzent seine Beobachtungen.

Die Zahlen stimmen nicht

Aber woran liegt es dann, dass der Unterhaltungsfaktor des Remakes mit Nick Nolte (77) in der Hauptrolle von "The Observer" mit einer "Wurzelkanalbehandlung ohne Betäubung" verglichen wird? Das weiß Schweiger wohl selbst nicht so recht. Er meint dazu nur: "Leider waren die Zahlen nicht gut genug, um Warner Brothers dazu zu bewegen, den sogenannten Plattformstart auszuweiten." Auf diese Weise hätte man vielleicht mehr Zuschauer erreichen können als nur die wenigen in den vier ausgewählten Kinos. Umgerechnet gerade einmal 10.000 Euro hat der Film an den amerikanischen Kinokassen eingespielt. Zum Vergleich: "Honig im Kopf" brachte über 50 Millionen Euro ein.

Mittlerweile überlege man sich "Head Full of Honey" an einen Streamingdienst wie Netflix oder Amazon zu verkaufen. Ob das US-Remake wirklich so schlecht ist, wie US-Kritiker behaupten, können deutsche Fans im kommenden Jahr selbst beurteilen. Trotz des US-Flops soll der Streifen laut Schweiger wie geplant Ende März auch hierzulande in die Kinos kommen.

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