Das zentrale Silvester-Feuerwerk in Holzgerlingen soll wiederholt werden. Ein Experte erteilt teuren Drohnen- und Lasershows eine klare Absage.
Mit einem zentralen Silvester-Feuerwerk ist die Stadt Holzgerlingen ins neue Jahr gestartet. Nun hat der Gemeinderat Bilanz gezogen und beschlossen: Für den Jahreswechsel 2026/27 soll es erneut eine Silvester-Veranstaltung geben. Auch wenn nicht jedes Ziel erreicht wurde.
Die Rückmeldungen seien überwiegend positiv gewesen, sagte Bürgermeister Ioannis Delakos in der Gemeinderatssitzung im Holzgerlinger Rathaus. Wenn auch ein Ziel der Veranstaltung nicht eingetreten ist: Einen merklichen Rückgang privater Böllerei hat es durch das zentrale Feuerwerk wohl nicht gegeben. „Das ist in die Hose gegangen“, sagte der Gemeinderat Alexander Failenschmid (FW) in der Sitzung. Schmälern sollte das den Erfolg der Veranstaltung allerdings trotzdem nicht, schienen sich die Gemeinderäte einig.
„Das ist in die Hose gegangen.“
Alexander Failenschmidt, Gemeinderat, zum Ziel, dass weniger privat geböllert werden sollte.
„Wir haben eine Vorbildfunktion“, sagte Antonietta Sacarano Salemi (BNU). „Wir können das Problem hier auf kommunaler Ebene nicht lösen“, sagte auch Bürgermeister Delakos. Da müsse der Bundesgesetzgeber aktiv werden. Vor Ort könnten lediglich Versuche gestartet werden, die negativen Folgen privater Böllerei zu minimieren.
Drohnen- und Lasershows sind um ein Vielfaches teurer
Im Hinblick auf das kommende Jahr hat sich die Holzgerlinger Stadtverwaltung ebenfalls erkundigt, ob eine Drohnen- oder Lasershow infrage kommen würde. Diesem Vorstoß erteilte Joachim Berner, mehrfacher pyrotechnischer Weltmeister aus Ehningen, der das Feuerwerk in Holzgerlingen auf die Beine gestellt hatte, allerdings eine Absage.
Mit einer Drohnenshow sei das Holzgerlinger Feuerwerk nur schwer zu vergleichen, schreibt der Experte in einer Stellungnahme. Nicht nur wäre die Wirkung eine andere, auch die Kosten würden in die Höhe schießen: Eine Lasershow würde doppelt so viel kosten wie das Silvester-Feuerwerk, eine Drohnenshow ungefähr fünfmal so viel. Zur Einordnung: Die Gesamtkosten für das Silvester-Projekt in Holzgerlingen beliefen sich auf rund 12 300 Euro. Finanziert wurde die Veranstaltung von der Bürgerstiftung Holzgerlingen. Für die Stadt bedeutet das, dass es vorerst bei einem gewöhnlichen Feuerwerk bleibt.
Für die kommende Veranstaltung wird die Verwaltung nun prüfen, ob ein alternativer Standort von Vorteil wäre – vor allem in Hinblick auf steigende Gästezahlen. Auch sollen nächstes Mal mehr Sicherheitskräfte im Einsatz sein, um private Böllerei in unmittelbarer Nähe des zentralen Feuerwerks besser unterbinden zu können.