Corinna Burkhardt-Lauxmann hat auch einen großen Kranz aus Baumwolle und einem Metallgitter­ gestaltet Foto: factum/Granville

Zehn Künstler zeigen in einer Weihnachtsausstellung auf der Burg Kalteneck ihre Kostbarkeiten. Es gibt Quilt-Art zu bestaunen, Porzellanmalerei, Acrylbilder, Kunstwerke aus Perlen, eine Adventsstube und vieles mehr.

Holzgerlingen - Ein Hirsch aus Holz, bepackt mit reichlich Geschenken, und ein Nikolaus­ empfangen die Besucher der Weihnachtsausstellung auf der Burg Kalteneck in Holzgerlingen, wo zehn Künstler und Kunsthandwerker ihre Preziosen präsentieren. Sie kommen aus der näheren Umgebung, aus Pforzheim und aus Karlsruhe. Dass eine Gruppe von Schmuck- und Textildesignerinnen – darunter sind auch ein paar männliche Zeitgenossen – jedes Jahr dieses beachtenswerte Treffen auf die Beine stellt, hat sich längst herumgesprochen.

Ein anmutiger Weihnachstbaum – länger haltbar

Für die Kontaktaufnahme und die Organisation haben Corinna Burkhardt-Lauxmann und Magda Goldbach gesorgt, die selbst mit ihren weihnachlichten Kunstwerken und Accessoires­ jeweils einen Raum in der Burg ausgestattet haben. Burkhardt-Lauxmann aus Altdorf , die einst Jura studierte, zeigt zum zehnten Mal ihre Adventsperformance mit reich geschmückten Kränzen, verzierten Gestecken, selbst gebackenen Gutsle und mit einem anmutigen Weihnachtsbaum wie schon im vergangenen Jahr – lange haltbar, weil aus Kunststoff. „Damals kam eine Dame­ aus Stuttgart auf mich zu und sagte, sie wolle den ganzen Baum mit nach Hause nehmen“, erzählt die 50-Jährige, die zu Hause eine Weihnachtswerkstatt hat. Also schmückte sie das Bäumchen ab und packte es mitsamt den Kugeln, Sternen und Engelchen ein, damit es die Kundin mitnehmen konnte.

Die zweite im Bunde der Marktmanagerinnen, Magda Goldbach aus Gechingen (Kreis Calw), hat sich voll und ganz der Textilkunst verschrieben. Sie hat Kissen aus Baumwolle selbst gestaltet, hält Weihnachtskarten mit abfotografierten Textilbildern bereit, von denen einige Originale auch in der Ausstellung hängen. Sie bedruckt und färbt die Stoffe selbst und stellt auch die kunstvollen Schals aus Seide und Filz her, bei denen Rottöne überwiegen, obwohl ihre Lieblingsfarbe Türkis ist. „Rot geht eben gut“, meint die Dame Mitte 60, ihr genaues Alter verrät sie nicht. Früher war sie als Bautechnikerin tätig, hat aber schon immer selbst ihre Kleider genäht, wie sie erzählt: „Weil ich mir die teure Konfektion nicht immer leisten konnte.“

Mädchenkleider und Speckstein-Objekte

Versiert und kunstfertig sind beide Marktmacherinnen, wie auch die anderen acht Künstler. Zu bestaunen sind Porzellanmalerei und Arbeiten in Acryl. Es gibt handgewebte Textilien und Schmuck, Perlen, Brillen-Unikate, Kleider, Speckstein-Objekte und vieles mehr. „Wer noch Weihnachtsgeschenke sucht, kann bei uns fündig werden“, sagen die beiden Marktmanagerinnen und hoffen auf einen regen Besuch.

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